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Tennis-Bundesliga: Gladbacher HTC startet historisch gut in die neue Saison

Tennis-Bundesliga : Gladbacher HTC startet historisch gut in die neue Saison

Zum Start in die neue Bundesliga-Saison feiert der GHTC zwei deutliche Siege. Ein Routinier behält dabei die Nerven, ein Neuzugang überzeugt und es werden Erinnerungen an das Meisterjahr wach.

Im Eiltempo absolvierte der Gladbacher HTC am Sonntag seine Heimpartie gegen Blau-Weiß Krefeld. In rund sechs Stunden waren auf zwei Plätzen alle sechs Partien ausgespielt, fünf davon entschied der GHTC für sich, ein deutliches 5:1. Also blieb ab 17 Uhr sogar ungeplant noch Zeit, gemeinsam im Clubhaus das Finale von Wimbledon zu gucken. Ein ansprechender Ausklang eines überaus erfolgreichen Wochenendes für den Gladbacher HTC. Denn für die Mannschaft um Teamchef Henrik Schmidt war es bereits der zweite 5:1-Erfolg binnen drei Tagen: Am Freitag fuhr man das gleiche Resultat zum Saisonauftakt beim TuS Sennelager aus Paderborn ein.

 Dabei hatte Teamchef Schmidt beide Partien im Vorfeld noch als „50:50“-Begegnungen beziffert. Und zumindest gegen den TuS Sennelager am Freitag war das Ergebnis deutlicher als der Spielverlauf. „Das 5:1 hört sich locker an, vom 3:3 waren wir aber nicht weit weg“, sagt Schmidt. Der Spanier Albert Ramos, seit 2015 im Verein und an diesem Wochenende der topgesetzte Spieler des GHTC, lag beispielsweise in seiner Partie gegen den Polen Kacper Zuk nach Satzverlust auch im zweiten Satz bereits 0:2 zurück – es drohte im letzten Einzel der 2:2-Spielausgleich. „Die ganze Mannschaft ist dann zum Platz gegangen und hat ihn angefeuert. Ramos hat gekämpft wie ein Löwe und das Spiel noch gewonnen – mit Linienball und Netzroller im Match-Tiebreak. Da war alles dabei“, sagt Schmidt. Im dritten und entscheidenden Satz hieß es letztendlich 10:7 für den Spanier und den GHTC.

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Für die abschließenden beiden Doppel musste Sennelager zudem auf den Tschechen Zdenek Kolar verzichten, einer der besten Doppelspieler im Team. Aufgrund von Regen hatte das Spiel erst zwei Stunden später angefangen – und die Verschiebung kollidierte abends zeitlich mit einer Flugbuchung von Kolar, wie Schmidt berichtet. Also fiel der Tscheche für sein Doppel aus. Am Ende gewann der GHTC dann beide Doppel, Robin Haase und Andrej Martin sowie Tim Sandkaulen und Lukas Rosol waren siegreich.

 Beim 5:1 zwei Tage später gegen Krefeld spricht Schmidt rückblickend von einem Sieg, der „komplett in Ordnung“ geht. Albert Ramos, Robin Haase sowie Tallon Griekspoor gewannen jeweils ihre Einzel, wobei sich Schmidt vor allem von Neuzugang Griekspoor angetan zeigte: „Er ist eine große Bereicherung für das Team, menschlich wie sportlich.“ Nur Mario Vilella Martinez verlor seine Partie gegen Andrea Arnaboldi, ehe die Duos Griekspoor und Haase sowie Sandkaulen und Rosol ebenfalls ihre Doppel zum 5:1-Endstand gewannen. Dem 23-jährigen Sandkaulen attestierte Schmidt zudem aufgrund dessen Erfahrungen zuletzt im College-Tennis einen „deutlichen Leistungssprung“.

 Nicht zum Einsatz kam hingegen die eigentliche Nummer eins der Mannschaft, der Chilene Cristian Garin, Nummer 18 der Weltrangliste. Eigentlich war der 25-Jährige für den Doppelspieltag vorgesehen, doch die Einreisebeschränkungen aus Großbritannien, das bis vor einer Woche als Virusvariantengebiet galt, machten die Teilnahme kurzfristig unmöglich. Nichtsdestotrotz: In der Tabelle belegt Gladbach nach dem Eröffnungswochenende punktgleich (4:0) hinter Grün-Weiss Mannheim den zweiten Platz.

Zwei Siege zum Auftakt gelangen dem GHTC in der Bundesliga bislang nur im Jahr 2016. Am Ende feierte man die Meisterschaft. Also ein historisch guter Start in die neue Saison. Das sei hinterher auch Thema beim gemeinsamen Abendessen gewesen, verrät Schmidt. „2016 waren wir nicht der Favorit, erwischten aber eine Welle, in der alles klappte“, sagt Schmidt, „wenn es wieder so kommt, habe ich nichts dagegen.“ Der Teamchef fügt aber sogleich realistisch an: „Es stehen noch sieben Spiele an. Da kann viel passieren.“

Am kommenden Wochenende tritt der Gladbacher HTC auswärts bei Blau-Weiß Neuss (16. Juli) und beim Rochusclub Düsseldorf (18. Juli) an.