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Tennis-Bundesliga: Drei neue Spieler für den Gladbacher HTC

Tennis : Ein neues Trio für den Gladbacher HTC

Der Bundesligist hat in Rückkehrer Daniel Altmaier, Luca Vanni und Marius Copil bereits drei Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Abgeschlossen sind die Personalplanungen damit aber noch nicht.

Henrik Schmidt kann sich noch gut an die Visitenkarte erinnern, die Luca Vanni im Sommer 2018 beim Gladbacher HTC abgegeben hat. Damals besiegte der Italiener in Diensten des TC Weinheim in der Bundesliga den Gladbacher Marton Fucsovics in beeindruckender Weise glatt in zwei Sätzen. „Wenn Lucas Aufschlag funktioniert, ist gegen ihn kaum ein Kraut gewachsen“, sagt Schmidt, Gladbachs Teamchef. Vannis Stärken sollen nun dem GHTC zugute kommen. Der Bundesligist sicherte sich die Dienste des 34-Jährigen, der bereits der dritte Zugang für die kommende Saison ist. Daniel Altmaier, der zum GHTC zurückkehrt, und der Rumäne Marius Copil komplettieren das neue Trio in Gladbach.

Damit ist Schmidts Personalplanung zwar noch nicht abgeschlossen, ein positives Zwischenfazit kann der Teamchef aber auf jeden Fall ziehen. So ist Copil ein Spieler, der an guten Tagen auch gegen die Weltbesten bestehen kann. Im vergangenen Jahr unterlag er beim ATP-Turnier in Basel erst im Finale dem Schweizer Roger Federer. 2018 war er zudem noch die Nummer eins des Bundesligisten BW Neuss, kam jedoch nicht zum Einsatz. Anfang des Jahres verzeichnete der 29-Jährige als 56. seine höchste Position in der ATP-Weltrangliste, derzeit ist er allerdings aus den Top 100 herausgerutscht.

Marius Copil spielt kommende Saison ebenfalls in Gladbach. Foto: GHTC

Nicht so weit oben platziert sind Vanni und Altmaier, derzeit sind sie an den Positionen 310 und 319 gelistet. Dafür bezeichnet Schmidt sie als ideale Bundesligaspieler. „Beide haben mir gesagt, dass wir sie theoretisch für jeden Spieltag einplanen können. Sie werden während der Bundesligasaison auf jeden Fall in Europa sein. Das ist für die Planung sehr angenehm“, sagt Schmidt. Vanni war auch in Weinheim als Dauerbrenner bekannt, in der vergangenen Saison kam er auf acht Einsätze im Einzel und sechs im Doppel. Insofern soll er auch in Gladbach eine tragende Rolle spielen. „Luca hat das Niveau, immer im Bereich der Top 120 bis 150 zu spielen. Aufgrund seiner Größe von knapp zwei Metern und der Aufschlagstärke ist er auch im Doppel gefährlich“, sagt Schmidt. „Wir hatten zuvor schon versucht, ihn zu verpflichten, und haben uns auch in diesem Januar bei den Australien Open mit ihm getroffen. Durch den Abstieg des TC Weinheim hat sich eine neue Chance ergeben“, fügt er hinzu.

Besonders froh ist Schmidt über die Verpflichtung Daniel Altmaiers, schließlich kehrt damit ein ehemaliger Nachwuchsspieler des GHTC an die Holter Sportstätten zurück. Altmaier (21) gehörte bereits dem Gladbacher Meisterkader 2016 an, nach seinem Umzug nach Berlin spielte er jedoch für den Zweitligisten Rot-Weiss Berlin. „Daniel hatte ein Jahr lang mit einer Schulterverletzung und Bauchmuskelproblemen zu kämpfen. Doch jetzt ist er schon seit längerem verletzungsfrei und spielt wieder richtig gut. Er wollte sich nun der Herausforderung Erste Bundesliga stellen“, sagt Schmidt.

Zuletzt noch in Weinheim aktiv: GHTC-Zugang Luca Vanni. Foto: GHTC/Henrik Schmidt

Gladbachs Teamchef traut Altmaier im kommenden Jahr durchaus den Sprung in die Top 200 der Welt zu: „Er hat sich vom Talent zu einem richtigen Herren-Spieler entwickelt.“ Und auch als Identifikationsfigur taugt der 21-Jährige nach dem Weggang des deutschen Topspielers Philipp Kohlschreiber. „Mit Tim Sandkaulen und ihm haben wir jetzt zwei Spieler in unserem Bundesligakader, die in der Region groß geworden sind“, sagt Henrik Schmidt.