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Tennis 2. Bundesliga: Gladbacher HTC bekommt das prophezeite Endspiel

Tennis-Damen benötigen Sieg über Aachen : Gladbacher HTC bekommt das prophezeite Endspiel in der 2. Bundesliga

Nach dem wichtigen Sieg in Hamburg haben die Damen des Gladbacher HTC am kommenden Freitag den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gegen den TC GW Aachen in der eigenen Hand. Es ist das Spiel, auf das sich die Verantwortlichen schon vor der Saison eingestellt haben.

Am Ende ist es so gekommen, wie es die Verantwortlichen beim Gladbacher HTC zu Saisonbeginn schon prophezeit hatten: Das letzte Duell in der 2. Tennis-Bundesliga der Damen gegen den TC GW Aachen wird über Verbleib oder Abstieg entscheiden: „Es ist ein ‚Do-or-Die‘-Spiel für uns“, sagt Tenniscoach Steffen Klasen. „Mit einem Sieg haben wir eine sehr gute Chance die Klasse zu halten. Wir haben es also selber in der Hand.“

Beinahe wäre es zu dieser Gelegenheit für den Aufsteiger aber gar nicht erst gekommen. Am vergangenen Wochenende standen für die Damen des Gladbacher HTC zwei Auswärtsspiele auf dem Programm: zunächst beim Bielefelder TTC, anschließend beim THC von Horn und Hamm in Hamburg. Mindestens ein Sieg musste in diesen beiden Duellen erzielt werden, sonst wäre der Abstieg bereits zum jetzigen Zeitpunkt besiegelt gewesen. Und die erste Chance auf einen Erfolg vergab der GHTC an Christi Himmelfahrt gegen Bielefeld – wenn auch knapp. 2:4 stand es aus Mönchengladbacher Sicht nach den Einzelbegegnungen. Schon da wäre für die Gäste mehr drin gewesen, wie Klasen erzählt: „Unsere Nummer eins, Darya Astakhova, hat gegen eine ebenfalls sehr starke Spielerin aus Bielefeld erst im Tie-Break verloren. Da hätten wir durchaus unseren dritten Punkt holen können, um mit einem 3:3 in die Doppel zu gehen.“ So stand es 4:2 für die Bielefelder, der GHTC hätte alle drei Doppel gewinnen müssen, um die vierte Pleite im vierten Zweitligaspiel noch abwenden zu können. „Wir sind stark in den Doppeln und haben uns das durchaus zugetraut. Leider haben wir nur zwei Spiele für uns entscheiden können und das dritte knapp mit 4:6 und 4:6 in den Sätzen verloren“, so Klasen weiter.

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Abseits des enttäuschenden Ergebnisses war es aber ein guter Auftakt in dieses besondere Wochenende. „Die Stimmung war trotzdem super. Man merkt, dass die Mannschaft auf diesen gemeinsamen Reisen noch mehr zusammenwächst“, erzählt Klasen und meint damit beispielsweise den gemeinsamen Besuch eines Stadtfestes am Donnerstagabend in Bielefeld. „Wenn man aus der Regionalliga kommt, ist man solche Reisen ja gar nicht gewohnt. Das ist schon ein cooles Erlebnis für uns.“ So ging es für den GHTC-Reisetross erst am Freitag weiter nach Munster in Niedersachsen, um sich dort auf der Tennisanlage eines kleinen Dorfvereins auf die wichtige Aufgabe am Samstag in Hamburg vorzubereiten. Denn nach der Pleite in Bielefeld war klar: Eine Niederlage beim THC von Horn und Hamm würde den vorzeitigen Abstieg aus der 2. Bundesliga für das Gladbacher Team bedeuten.

Das blieb dem GHTC aber vorerst erspart: Der 7:2-Erfolg über die Hamburger war nicht nur der erste Sieg des Aufsteigers in der 2. Bundesliga, er gibt dem GHTC eben auch die Chance am kommenden und letzten Spieltag den Klassenerhalt möglich zu machen. Auch wenn das Ergebnis gegen den THC von Horn und Hamm nach einer eindeutigen Angelegenheit aussieht, war es ein anstrengender Weg dorthin – das lag insbesondere am typischen Hamburger Wetter. Neun Stunden brauchten beide Teams, um sechs Einzel und drei Doppel auszuspielen – inklusive drei Regenunterbrechungen. „Das Wetter war wirklich über den gesamten Tag eine Katastrophe. Teilweise haben wir im strömenden Regen weitergespielt“ so Klasen. Nach den Siegen von Darya Astakhova, Jasmijn Gimbrere, Mariana Drazic und Renee van Bommel in den Einzelpartien hatte sich der GHTC eine 4:2-Führung erspielt. „Wir mussten aber noch mindestens ein Doppel für uns entscheiden. Das haben wir dann ja zum Glück auch geschafft.“ Am Ende wurden es sogar drei Siege in den Doppeln, die den ersten Zweitligasieg der Vereinsgeschichte vergoldeten.

Damit für die Damen noch weitere Spiele in der zweithöchsten Spielklasse hinzukommen, muss also nun am Freitag ein Heimsieg über TC GW Aachen her. Die waren als Nachrücker vor der Saison mit den Gladbacherinnen aufgestiegen und haben ebenfalls einen Sieg auf dem Konto. „Wir planen aktuell noch, wer am Freitag zum Einsatz kommen wird, das wird sich erst im Laufe der Woche genau entscheiden. Ich denke aber, dass wir aus dem Vollen schöpfen können“, sagt Klasen vor der Begegnung, die genau das geworden ist, was die Verantwortlichen vor der Saison prophezeit hatten – ein Endspiel.