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Taekwondo: Madeline Folgmann spricht über die Folgen der Corona-Krise für ihren Sport

Taekwondo : „Was mir fehlt, ist das Sparringtraining“

Die Weltklasse-Taekwondo-Kämpferin Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Folgen der Corona-Krise für sie selbst und ihren Sport.

Die Kontaktsperre durch die Corona-Pandemie schränkt auch das Training der 23-jährigen Weltklasse-Kämpferin Madeline Folgmann (TG Jeong Eui Nettetal) ein. Sie konnte sich letztlich nicht für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizieren, die wegen der momentanen Situation erst 2021 stattfinden werden. Nun arbeitet sie weiter für eine Teilnahmen an den Spielen in Paris 2024. Im Interview sagt Folgmann, wie sie mit der Corona-Situation umgeht und welche Folgen diese für ihren Sport hat.

Durch die Kontaktsperre haben Sie jetzt viel Zeit, weil es keine sportlichen Termine gibt, oder?

Folgmann Ja, das stimmt. Sonst war ich ja viel zu internationalen Wettkämpfen unterwegs. Ich habe diese Zeit zur Regeneration meines Köpers genutzt. Bis dahin hatte ich eine anstrengende Saison, immer noch mit Zielrichtung Olympia.

Wie gehen Sie als Vollkontaktkämpferin mit der Kontaktsperre um?

Folgmann Ich komme mit der jetzigen Situation gut klar, obwohl ich im Moment weniger Taekwondo mache. Was ich zurzeit intensiv tun kann: Ich studiere online weiter an der Sporthochschule Köln. Ich bin jetzt im achten Semester.

Wurden Ihnen Fördermittel, die durch Ihren Sport kommen, gestrichen?

Folgmann Nein. Alle Förderungen laufen weiter. Andere haben wahrscheinlich mehr Probleme als ich.

Wie läuft Ihr jetzt Training ab?

Folgmann Ich laufe regelmäßig. Dazu kommt viel Training für die Stabilität. Das sind Kräftigungsübungen für Rücken, Bauch und Beine.

Können Sie allein trainieren?

Folgmann Alles, was im Sport möglich ist und nicht von der Kontaktsperre betroffen ist, kann ich machen.

Aber eben kein Taekwondo im Sportverein?

Folgmann Nein, das geht nicht. Ich habe wieder mit Taekwondo angefangen. Mit meinem Trainer Björn Pistel mache ich ein 1:1-Training. Das beläuft sich nur auf Pratzen-Training. Was mir fehlt und halt im Augenblick nicht möglich ist, ist das Sparringtraining mit wechselnden Partnern im Verein.

Wie sieht es bei Ihnen für die nähere sportliche Zukunft aus?

Folgmann Ich weiß ja leider nicht, wann die Kontaktsperre für den Sport gelockert oder aufgehoben wird. Ich hoffe, dass es Ende des Jahres wieder Turniere gibt.

Verlieren Sie durch diese Zeit an Punkten für die Weltrangliste?

Folgmann Ja. Ich verliere ohnehin jeden Monat ein paar Punkte, auch wenn keine Wettkämpfe sind. Das geht jedem Athleten so. Nur: Es kommen auch keine neuen Punkte hinzu.