Bei der Taekwondo-Jugend-EM in Sarajevo Antonia Beck feiert ersten Auftritt für Nationalteam

Taekwondo · Die 17-jährige Antonia Beck aus Hinsbeck hat bei den Jugend-Europameisterschaften in Sarajevo ihren ersten Taekwondo-Auftritt für das deutsche Nationalteam absolviert. Auch wenn es sportlich noch nicht so gut lief, konnte sie vieles von dem Wettkampf mitnehmen.

 Die 17-jährige Taekwondo-Kämpferin Antonia Beck und ihr Trainer Björn Pistel bei der Jugend-Europameisterschaft in Sarajevo.

Die 17-jährige Taekwondo-Kämpferin Antonia Beck und ihr Trainer Björn Pistel bei der Jugend-Europameisterschaft in Sarajevo.

Foto: TG Jeong Eui Nettetal

Auch wenn der sportliche Erfolg am Ende ausblieb, Antonia Beck von der TG Jeong Eui Nettetal hat bei ihrem ersten Einsatz für die Deutsche Nationalmannschaft bei der Jugend-Europameisterschaft in Sarajevo viele neue Erfahrungen sammeln können. Schon die Tatsache, dass sie über den Landesleistungsstützpunkt Nettetal für die Taekwondo-Europameisterschaft das Ticket überhaupt lösen konnte, war für die 17-jährige Hinsbeckerin ein Riesenerfolg – obwohl sie dann in Bosnien und Herzegowina nicht über die Vorrunde hinauskam.

In ihrer Vorrundenbegegnung traf sie auf Adriana Levanti. Sie gab alles, um ihre Chance zu nutzen. Gegen Griechin reagierte sie aber insgesamt etwas zu nervös und verkrampft, um eine Runde weiter zukommen. Beck versuchte zwar alles, musste jedoch in der ersten Runde einen Kopftreffer zum 0:3 hinnehmen. Hier war der Kampf noch total offen. Antonia Beck setzte viele gute Aktionen, jedoch ohne die nötige Durchschlagskraft.

In der zweiten Runde gelang ihrer Gegnerin ein doppelter Kopftreffer zum 0:9 in einer unglücklichen Situation für Antonia Beck, als sie kurz die Kontrolle verlor. Das war eine Vorentscheidung und gab Adriana Levanti noch einmal Aufschwung. Diese folgende Druckphase überstand Antonia Beck mit Bravour und setzte ihrerseits einen Westentreffer. Beim Stand von 2:10 in der letzten Runde kreierte die 17-jährige Nationalkämpferin noch einige gute Angriffe, kam aber nicht mehr richtig durch. „Bei zwei meiner Aktionen zum Kopf fehlte mir dann obendrein etwas das Kampfglück, denn die Elektronik schlug nicht aus“, sagt sie. „Ich habe den gesamten Kampf an mich geglaubt, musste aber am Ende eine 2:13-Niederlage hinnehmen. Es war trotzdem eine super Erfahrung für mich.“

Nach der ersten Enttäuschung war sie stolz darauf, Deutschland auf der Jugend-Europameisterschaft vertreten zu haben. „Das Niveau auf der Europameisterschaft war insgesamt sehr hoch. Viele Nationen waren sehr gut aufgestellt, so dass es für das Deutsche Team insgesamt sehr schwierig war in die Medaillenränge vorzustoßen. Wir müssen weiter versuchen, professioneller zu werden, um international mithalten zu können“, sagt ihr Trainer Björn Pistel, der ebenfalls zur Euro nach Sarajevo gereist war.

In zwei Wochen geht es für die Kämpferin der TG Nettetal gleich weiter im Turnierkalender mit den Deutschen Meisterschaften der Jugend in Münster. „Bis dahin halten wir das Pensum der Euro-Vorbereitung hoch für ein gutes Ergebnis“, sagt Pistel.

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