Fußball: Stürmische Aufrüstung beim Rheydter Spielverein

Fußball : Stürmische Aufrüstung beim Rheydter Spielverein

Der Spielverein hat fleißig gearbeitet und seinen Landesliga-Kader zielgerichtet verstärkt. Nur in der Offensive fehlte des i-Tüpfelchen, und zwar ganz vorne. Doch inzwischen hat es Trainer Axel mit viel Überredungskunst und guten Kontakten geschafft, seinen Angriff aufzurüsten. Praktisch im Schlussverkauf wurde er von seinem Geschäftspartner Jörg Jung auf Chama Kaira aufmerksam gemacht.

Der Sambier hatte in der Oberliga in Düren, in Uerdingen und bei den Kölner Amateuren gespielt. So recht war dem Angreifer, der morgen 26 Jahre alt wird, der Durchbruch nicht gelungen. "Jetzt war ich gerade aus Afrika zurück, als ich den Anruf aus Rheydt bekam. Ich denke, dass es für mich eine Chance ist, ich aber auch dem RSV helfen kann", sagt Kaira. Das war schon beim 2:2 in Lürrip zu sehen. Kaira wurde mit zunehmender Spieldauer besser. "Meine Mitspieler müssten mir den Ball noch mehr in den Fuß spielen, dann kann ich noch mehr daraus machen", sagt er.

Zuwachs aus der Topcu-Familie

Viel Malchowsche Überredungskunst war erforderlich, um Ferhat Topcu vom Stand-by-Spieler zum Stammspieler zu überreden. Schon in der Rückrunde der vorigen Saison hatte er dem "Spö" vorne den nötigen Schwung gegeben. Im Zusammenspiel mit Sven Schuffels, der dadurch seine Qualitäten hinter den Spitzen noch besser zur Geltung bringen konnte, wurde das Offensivspiel der Rheydter deutlich gefährlicher. "Ich bin froh, dass er zugesagt hat, uns die gesamte Spielzeit zur Verfügung zu stehen", sagt Malchow.

Topcu wird aber auch noch Verstärkung aus der Familie bekommen. Mit Dogan Topcu rechnet der RSV nach dessen Kreuzbandriss in der Rückrunde. Sofort aber steht Yilmaz Topcu im Kader. Der 17-Jährige wurde nach einer sportärztlichen Untersuchung zum Senior erklärt. "Er hat viel Talent, muss aber sicher allmählich bei den Senioren aufgebaut werden", sagt Malchow.

Gefährlichster Angreifer war bisher Sercan Salgin, der sich nach seinem Muskelfaserriss in der vorigen Saison kontinuierlich gesteigert hat. "Es läuft ganz gut. Das macht Spaß", freut sich der 23-Jährige, der auf der rechten Außenbahn spielt, aber lieber noch auf der anderen Seite Tempo machen würde. "Ich bin aber auch mit meiner jetzigen Position zufrieden und variabel spielen", macht er neu gefundenes Selbstvertrauen deutlich.

Außerdem stehen auf der linken Seite mit Thomas Tümmers und Akin Uslucan zwei weitere starke Angreifer zur Verfügung. "Damit haben wir vorne schon eine geballte Ladung Offensivkraft zur Verfügung. Das bedeutet aber auch, dass sich alle beim Training richtig reinhängen müssen", sagt Sercan Salgin. Das wird Axel Malchow freuen.

(RP)
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