Nachruf: Stefan Weufen verliert den Kampf viel zu früh

Nachruf : Stefan Weufen verliert den Kampf viel zu früh

Der Ehrenvorsitzende des VfL Welfia hat sich nicht nur als Handballer und Rechtsanwalt einen Namen gemacht, sondern vor allem als guter Freund.

Von seiner schweren Erkrankung wollte er sich nicht bestimmen lassen - das betonte er noch im Oktober 2015 in einem Porträt unserer Redaktion. Doch den Kampf um sein Leben hat er früh verloren: Stefan Weufen verstarb Ende vergangener Woche im Alter von 52 Jahren.

Nicht nur seine Angehörigen trauern um den Rechtsanwalt, sondern auch der VfL Welfia Mönchengladbach, bei dem Weufen Ehrenvorsitzender war und in dem viele seiner Freunde aktiv sind. Über Jahrzehnte habe er die Geschicke des Klubs, insbesondere der Handball-Abteilung, nicht nur als 1. Vorsitzender, sondern auch als Spieler, Trainer und großzügiger Sponsor geleitet, teilte der Verein mit. Kassenwart Andreas Röder sagte: " Durch seine Kontakte innerhalb der Stadt war er immer auch Türöffner für wichtige Vereinsanliegen und hatte immer eine Lösung parat. Er war auch immer ganz nah dran an den Geschehnissen sämtlicher Abteilungen und wusste so, wo der Schuh drückt. Ich möchte fast behaupten, er kannte jedes Vereinsmitglied persönlich." Für den heutigen 1. Vorsitzenden Frank Brünker war er nicht nur verlässlicher Mitspieler, sondern auch ein guter Freund: "Mit Stefan verlieren wir nicht nur eine für den Verein unersetzliche Persönlichkeit, sondern vielmehr auch einen für viele sehr guten Freund, den man seit Kindheitsbeinen kannte und auf den man sich stets verlassen konnte." Jugendwart und Mitspieler Stefan Kemmerling ergänzte: " Jeder wird seine eigene Geschichte mit Stefan verbinden, so dass er auch in Zukunft bei der ein oder anderen Trainingseinheit Gesprächsthema sein wird und viele Geschichten, die wir mit ihm erlebt haben Grund zum Lachen geben werden."

Stefan Weufen war Ende 2015 zum dritten Mal in Folge vom Focus-Magazin zu einem von Deutschlands Top-Privatanwälten im Arbeitsrecht ausgezeichnet worden. Jura war seine große Leidenschaft, zu seinen Hobbys zählten Reisen und der Handball, den er beim VfL Welfia als Schüler kennen- und lieben lernte. VfL-Geschäftsführer Guido Kamp sagte: "Ohne Stefan hätte ich womöglich nie die Juristerei für mich entdeckt und wahrscheinlich auch nie meine Frau kennengelernt. Er hat immer so begeistert nach dem Training von seinem Job erzählt und mich so ermutigt, Jura zu studieren. Wären wir wegen ihm nicht jedes Jahr nach Bad Sobernheim auf ein Handball-Turnier gefahren, hätte ich meine heutige Frau dort nie kennengelernt." So habe fast jeder im Verein spontan eine Geschichte zu Stefan Weufen gehabt, weshalb man ihm ein "gebührendes Andenken bewahren" werde. ame

(RP)
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