Stadtsportbund Mönchengladbach startet mit der Aktion "Sport im Park"

Familiensporttag : Hoch hinaus mit „Sport im Park“

Mit dem Familiensporttag ist die Aktion des Stadtsportbundes am Samstag gestartet. Ab dem heutigen Montag bis zum 1. September kann man 77 Angebote der Sportvereine der Stadt kostenlos nutzen. Zum Auftakt präsentierten sich rund 20 Klubs auf der Sportanlage Radrennbahn.

„Sehen, bewegen, erleben, aktiv mitmachen“, so lautete das Motto des 2. Mönchengladbacher Familiensporttags. Und zu all‘ dem hatten die Besucher am Samstag auf der Sportanlage Radrennbahn an der Carl-Diem-Straße reichlich Gelegenheit: „Rund 20 Vereine aus den verschiedenen Sportbereichen stellen sich vor, mit dieser Zahl bewegen wir uns auf Vorjahres-Niveau“, erklärte Johannes Gathen, Geschäftsführer des veranstaltenden Stadtsportbundes.

Erneut lag der Tag im Wettstreit mit diversen anderen Veranstaltungen, doch der Familiensporttag ist zugleich Auftakt für „Sport im Park“ und kann daher nicht später stattfinden. Bei dieser Aktion können Interessierte ab heute knapp zwei Monate lang unter ausgebildeten Trainern und Übungsleitern verschiedene Sportarten kostenlos ausprobieren oder das Sportabzeichen machen.

Auf der Radrennbahn präsentierte der Gladbacher Vereinssport seine ganze Bandbreite, auch Ungewöhnliches wie Skiken, eine Art Ski-Langlauf, aber eben ohne Schnee, dafür auf Rollen. „Das ist für den Niederrheiner erst einmal etwas ungewöhnlich, das erwartet man hier nicht“, sagte Gathen. Großen Zulauf gab es am Boxring der Faustkämpfer Mönchengladbach: „Wir freuen uns, unseren Verein hier zu präsentieren“, so Geschäftsführer Artur Bowkun. Boxen eigne sich für alle ab zehn Jahren, der Frauenanteil könne noch etwas zunehmen, aktuell sei man bei unter zehn Prozent bei rund 150 Mitgliedern. Trainiert wird in drei Gruppen mit acht Trainingszeiten: Jugendliche, Leistungs- sowie Fitnessboxen. „Bei uns werden die Sportler von Null an aufgebaut, trainiert wird unter Anleitung und mit allen Sicherheitstechniken“, sagte Bowkun. Elke Meuter hatte sichtlich Spaß an der Einführung. „Ich wollte einfach mal was Neues ausprobieren, das war gut“, sagte die 51-Jährige. Ihr Vater habe früher geboxt, wollte aber nicht, dass sie es ausprobiert. „Umso schöner, dass ich hier die Gelegenheit dazu habe.“

Auch der Verein für Luftfahrt  Wanlo hatte regen Zulauf, immerhin hatte er ein Segelflugzeug ausgestellt, in dem jeder Platz nehmen durfte. Malik (6) war begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass hier ein Flugzeug steht, das ist toll.“ Jan (10) freuten die Informationen dazu: „Ich wusste nicht, dass ein Flugzeug ab und zu Wasser ablassen muss. Das ist komisch, und das mit den zwei Bremsen hätte ich auch nicht erwartet.“ Felix Müller, Jugendgruppenleiter des Segelflugvereins, freute sich über das Interesse. „Wir sind aktiv auf der Suche nach neuen Mitgliedern jeden Alters.“ Mit 14 Jahren kann man mit dem Segelfliegen beginnen, ab 16 die Lizenz machen. „Das ist ähnlich wie beim Führerschein, teilt sich in Theorie und Praxis. Während der Ausbildung sind die Flugzeuge natürlich Doppelsitzer, der Fluglehrer sitzt dann hinten und weist ein.“ Drei Doppel- und fünf Einzelsitzer sowie einen Motorsegler hat der Klub. Im Schnitt benötige man etwa 60 Starts bis zur Lizenz, ein Schein kostet rund 2000 Euro. „Viele rechnen mit einem höheren Betrag, aber im Verein ist die Lizenz recht günstig“, sagte Müller.

Sport im Park bietet vom 8. Juli bis 1. September 77 Aktionen der Sportvereine: von Athletik über Golf, Linedance und Lachyoga bis hin zu Schwimmen und Thai Chi Chuan. Informationen unter www.mg-sport-im-park.de

Mehr von RP ONLINE