Lokalsport: Stadtderby als Verfolgerduell

Lokalsport: Stadtderby als Verfolgerduell

Es ist ein Topspiel der Bezirksliga, bei dem es nur indirekt um die Tabellenführung geht. Zu viele Spiele sind noch nachzuholen, so dass wahrscheinlich erst im April klar zu erkennen ist, wer sich noch Chancen im Kampf um die Meisterschaft ausrechnen kann. Diese Chancen müssen bis dahin aber gewahrt bleiben und daran haben heute Abend (20 Uhr) Gastgeber Victoria Mennrath und der Rheydter Spielverein größtes Interesse beim Stadtderby, das zugleich das Verfolgerduell in der Liga ist.

Mennrath auf Platz drei hat einen Punkt mehr auf dem Konto als der RSV, der dafür aber noch drei Nachholspiele hat, die ihm durchaus in einigen Wochen die Tabellenführung bescheren könnten. Mennrath ist allerdings darauf angewiesen, dass die anderen Spitzenmannschaften noch Punkte abgeben, und man selbst am besten jedes Spiel gewinnt. "Das wollen wir eigentlich immer, auch gegen den Spielverein", sagt Mennraths Trainer Simon Netten, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Schon im Hinspiel ist der Victoria ein 4:3-Sieg gelungen, den sie allzu gerne wiederholen möchte. Abwehrspieler Tobias Schütz glaubt fest an einen Erfolg: "Wenn wir unsere individuellen Fehler in der Abwehr vermeiden und vorne die Chancen nutzen, gewinnen wir auch."

Dazu könnte vor allem wieder Neuzugang Adrian Taranu einen Beitrag leisten, der während der Winterpause vom RSV kam und bisher bei jedem Einsatz einmal getroffen hat. "Er passt besser in das Mennrather System als bei uns", sagt RSV-Trainer René Schnitzler.

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Vielleicht ist er auch deshalb so gut gelaunt, weil er in dieser Woche Vater wurde und sich daran erinnert, dass der Spielverein in der vorigen Saison 7:1 in Mennrath gewann. Sein Innenverteidiger Tobias Krämer hat aber auch nicht vergessen, dass der "Spö" das Hinspiel 3:4 verlor. "Wir wollen den Spieß diesmal umdrehen und bissiger in die Zweikämpfe gehen. Wenn wir die Stürmer in den Griff bekommen, stehen unsere Chancen nicht schlecht", sagt er. Schnitzler bereitet nur Sorge, dass seine Mannschaft in den vergangenen Wochen selten einen Trainingsplatz zur Verfügung hatte: "Eigentlich ist das ein Unding, wobei uns das Sportamt schon einmal geholfen hat. Aber das fehlende Training könnte sich irgendwann negativ auswirken."

Zum gleichen Zeitpunkt tritt die Reserve des 1. FC in Kaldenkirchen an. Nach dem 0:6 gegen Gnadental muss beim TSV unbedingt gewonnen werden. "Wir hatten vorigen Sonntag Hilfe aus dem Landesligakader und dennoch ist alles schief gelaufen. Alleine bekommen wir das aber nicht hin. Da müssen im Klub Entscheidungen getroffen werden", sagt Trainer Manuel Moreira.

(RP)
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