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Squash: Wieso Weltklasse-Spieler in Mönchengladbach gastieren

Top-100-Spieler beim „elan Vital Open“ : Squash-Weltklasse zu Gast in Mönchengladbach

Beim RSB fand das erste „elan Vital Open“ statt. Vorsitzender und Fitnesscenter-Chef Paul-Ludger Schmitz wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für den Sport – und erklärt wieso Squash für junge und alte Menschen die ideale Sportart sein kann.

Drei Tage hat die Squash-Weltklasse in Mönchengladbach um den erstmalig ausgerichteten Pokal der „elan Vital Open 2021“ und 3000 Dollar Preisgeld gespielt. Gewonnen hat der Erste der Setzliste, der Franzose Sebastien Bonmalais aus Aix en Provence mit überlegener Spielweise. Sein Gegner im Endspiel war Yannik Omlor, der mit dem Finaleinzug in der Weltrangliste erstmals unter die besten Hundert kommen wird. Ohne Satzverlust war er ins Endspiel gekommen. Dann aber war der Abstand zum jungen Franzosen im Endspiel zu groß. Mit 11:3, 11:3 und 11:6 hatte er in diesem Spiel keine Chance.

Der Lokalmatador Jan Wipperfürth zeigte einen starken Auftritt gegen Marek Panacek aus Tschechien. Panacek ist Weltranglistenerster der U19 und Wipperfürth der amtierende Deutsche Meister der U19. Am Anfang war der junge Gladbacher noch nervös und lag schnell mit 0:6 im ersten Satz zurück. Dann aber kämpfte er sich großartig ins Match. Mit seiner Spielweise, die vom Angriffsspiel lebt, setzte Wipperfürth den Tschechen kräftig unter Druck und hatte im zweiten Satz lange die Chance auf einen Satzgewinn. Ihm fehlte am Ende noch ein wenig die Courage, um einen Satz zu holen – aber die Zuschauer, unter anderem auch der deutsche Nationaltrainer Oliver Pettke, waren angetan vom starken Auftritt des Gladbachers Nachwuchstalents, das für die Zukunft noch einiges hoffen lässt. „Ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich war greifbar nahe, einen Satz zu gewinnen“, sagte Wipperfürth.

 Fitnesscenter-Chef Paul-Ludger Schmitz (l.), mit Schiedsrichter Nicolas Barbeau (r.) und Turniersieger Sebastien Bonmalais (M.) – beide aus Frankreich.
Fitnesscenter-Chef Paul-Ludger Schmitz (l.), mit Schiedsrichter Nicolas Barbeau (r.) und Turniersieger Sebastien Bonmalais (M.) – beide aus Frankreich. Foto: Nicolas Barbeau
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Paul-Ludger Schmitz, Betreiber vom „elan Vital“, ermöglichte dieses erste Weltranglistenturnier in Mönchengladbach in seinem Fitnesscenter. Wieso eigentlich? Er selber spielt Squash und seine Anlage ist in der Stadt die einzige Heimat eines Squash-Vereins. „Bei uns steht gesunder Sport im Mittelpunkt: Das gilt für das Gerätetraining, wo wir mit Chip-gesteuerten Geräten ein gesundes Training ermöglichen“, so Schmitz „ Das gilt aber auch beim Squash, der laut großer Untersuchungen zu den gesündesten Sportarten der Welt zählt. Natürlich ist Squash nicht unbedingt für jedermann. Wir sehen aber immer wieder, dass auch Menschen im Alter von über 60 Jahren mit Begeisterung zum Squashsport zurückkehren, die ihn in der Jugendzeit betrieben haben.“

Schmitz betont: „Unser Bemühen besteht darin, für jeden eine optimale sportliche Betätigung zu ermöglichen, die der Gesundheit dienlich ist. Zum Beispiel sehen wir beim Squash eine Sportart, die sowohl Kraft als auch Ausdauer fördert.“ Hierzu bräuchten die Aktiven eine hohe Beweglichkeit und Reaktion, die der geistigen und körperlichen Gesundheit förderlich seien. Squash könne jeder in seinem Fitnesscenter spielen – ohne Vereinsbindung oder einer Mitgliedschaft. „Das kommt dem Zeitgeist entgegen, wo sich die Leute nicht mehr unbedingt binden wollen.“

Des Weiteren habe Squash die wenigsten Gelenkverletzungen von allen Ballsportarten. „Als Vorsitzender des Rheydter Squashclub RSB sehe ich Squash als eine tolle Jugendsportart. Wir fördern die Jugend, die bis zu den Deutschen Meisterschaften teilnimmt. Und wir nehmen am Ligabetrieb teil.“

Schmitz hat mit dem Fitnesscenter die Hälfte des Preisgeldes beim Weltranglistenturniers gezahlt. Ziel sei es, den Menschen die Faszination und Attraktivität des Sportes zu zeigen. „Der Verein entstand aus dem Rhehasport, wo wir mit gut ausgebildeten Trainern in Mönchengladbach, Viersen und Kerpen Angebote haben.“