Squash: Tinne Gilis vom Rheydter RSB will Nummer eins der Welt werden

Squash : Rheydts Tinne Gilis will die Nummer eins der Welt werden

Die 22-jährige Belgierin ist die Topspielerin des Rheydter Squashclub RSB. Ihr Fokus liegt jedoch auf internationalen Turnieren. Denn eine Verbesserung in der Weltrangliste hat für Tinne Gilis oberste Priorität.

Wenn das Damenteam des Rheydter Squashclub RSB in der NRW-Liga am Samstag in Duisburg antritt, wird insbesondere Tinne Gilis im Fokus stehen. Sie spielt in Rheydt nicht nur als Nummer eins, sondern stärkt die Mannschaft auch als Weltranglistenspielerin. Derzeit ist die 22-Jährige die Nummer 26 der Welt. „Das ist harte Arbeit, für die ich in unserer Randsportart um die Welt reise. Es macht auch einen ungeheuren Spaß“, sagt die Belgierin und fügt hinzu: „In diesem Jahr nahm ich bereits an zehn Weltranglistenturnieren in Amerika, Kanada, Ägypten, Irland, England und Frankreich teil. Das ist eine Menge Reisezeit. Es ist anstrengend – vor allem auch, weil es in den Turnieren sehr professionell zugeht.“

 Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit des RSB mit Spielern aus Belgien brachte Tinne Gilis zum RSB. „Da der Verein eine Menge gute Jugendarbeit macht – insbesondere bei den Mädchen – habe ich mich bereit erklärt, in der Rheydter Damen-Mannschaft mitzumachen. Ich versuche, wann immer es zwischen den Turnieren geht, an den Spieltagen teilzunehmen – aber natürlich hat die Weltrangliste für mich oberste Priorität.“ Am ersten Spieltag war sie bereits für Rheydt aktiv, spielte gegen die Deutsche Vizemeisterin Franziska Hennes vom Paderborner SC und siegte glatt in drei Sätzen.

„Squash auf diesem Niveau ist nur zu schaffen, wenn ein ganz professionelles Umfeld da ist – und man sich das auch leisten kann. Und das ist derzeit für Squashspielerinnen in Deutschland offensichtlich nicht möglich“, sagt Gilis, deren Schwester Nele aktuell auf Weltranglistenposition 18 steht. „Natürlich will ich immer gewinnen. Ich will einmal in meinem Leben die Nummer eins der Welt sein. Natürlich weiß ich, dass das ein langer und harter Weg ist. Es ist jetzt für das kommende Jahr mein großes Ziel, unter die Top 20 der Welt zu kommen.“ Dafür zog sie Ende Oktober ins englische Nottingham. Dort gibt es ideale Trainingsmöglichkeiten und eine ganze Reihe von Weltklassespielern, mit denen sie trainieren kann.

Dass Squash 2020 in Tokio erneut keine olympische Disziplin ist, bedauert sie: „Das ist für den gesamten Sport sehr schade. Squash wird weltweit gespielt. Die besten Spieler und Spielerinnen kommen aus Ägypten, sehr starke Athleten zudem aus Pakistan, Indien, Malaysia – das sind oft Länder, die normalerweise bei den Olympischen Spielen nur eine Nebenrolle spielen. Für zehn Millionen Squashspieler weltweit und den olympischen Gedanken wäre es sicher großartig, wenn Squash dabei wäre.“

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