SpVg. Odenkirchen hat nach dem Abstieg aus der Landesliga große Sorgen

Fußball : „Ohne Mannschaft braucht es auch keinen Trainer“

Die SpVg. Odenkirchen hat den Abstieg aus der Landesliga nicht verhindern können, doch ob es in der Bezirksliga weitergeht oder der Klub gar in die Kreisliga weitergereicht wird, ist aktuell noch offen. Denn neun Spieler gehen, Zugänge fehlen bislang.

Die SpVg. Odenkirchen wusste, dass es bis zum Schluss dauern könnte, bis der Klassenverbleib in der Landesliga gesichert sein könnte. In das Jahr 2019 ging Odenkirchen mit der Gewissheit, dass mindestens 40 Punkte erreicht werden müssten. Fünf Siege sollte der neue Trainer Jörg Pufahl, der das Amt von Kemal Kuc übernommen hatte, holen. Das sollte reichen, dachten die Odenkirchener. Am Ende waren es nicht nur fünf Siege, sondern auch noch ein Remis, gereicht hat es dennoch nicht. Weil auch der Tabellen-15. absteigen muss, spielt Odenkirchen nächste Saison in der Bezirksliga.

Oder auch nicht. Denn den zahlreichen Abgängen stehen bisher keine Neuzugänge gegenüber. Ob in den verbleibenden knapp vier Wochen bis zum Ende der Wechselfrist noch Spieler verpflichtet werden, ist ungewiss. Vielleicht wird Odenkirchen direkt in die Kreisliga A durchgereicht. Während der VfL Jüchen, der auch in die Bezirksliga absteigen muss, schon längst seine Hausaufgaben gemacht hat, schreibt Odenkirchen noch von der Tafel ab. Ausgerechnet beim Lokalrivalen hat sich Jüchen bedient und verpflichtet in Kevin Afari, Adama Bance, Marcel Pohl, Sven und Pascal Moseler sowie Michael Miodek gleich sechs Spieler aus Odenkirchen. Zudem wechseln Tayfun Yilmaz und Dragan Kalkan zum 1. FC Viersen. Dort wird Kemal Kuc die Mannschaft zur neuen Saison als Trainer übernehmen. Weil Jan Rakow in Köln studiert, wird er sich dort auch einem Verein anschließen.

„Für mich ist es als Trainer der erste Abstieg“, sagt Jörg Pufahl. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles gegeben. Keiner wollte sich mit einem Abstieg verabschieden.“ Das der angestrebte Klassenverbleib nicht erreicht wurde, macht Pufahl vor allem an den massiven personellen Problemen fest. Zu häufig fehlten Spieler wegen Verletzungen oder aus persönlichen Gründen. Zudem hat der Regionalliga-Abstieg des SV Straelen dafür gesorgt, dass auch der Tabellen-15. absteigen muss. „Einige Mannschaften haben ihre guten Leistungen der Hinrunde nicht bestätigt“, sagt Pufahl. „Das hat dazu geführt, dass die Teams aus dem Tabellenkeller einige überraschende Ergebnisse erzielt haben.“ Wie es für ihn weitergeht ist offen. „Ich habe mit Odenkirchen eine Vereinbarung für die kommende Saison“, sagt Pufahl. „Wenn es keine Mannschaft gibt, braucht es aber auch keinen Trainer.“ Pufahl ist gespannt, was in den nächsten Tagen noch passieren wird.

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