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Special Olympics: Medaillenflut für laMönchengdbacher Schwimmer bei nationalem Event

Verein Schwimmen mit Behinderten : Medaillenflut für Gladbacher Schwimmer bei nationalen Special Olympics in Berlin

Der Verein Schwimmen mit Behinderten Mönchengladbach (SmB) hat mit zehn Athleten bei den nationalen Special Olympics teilgenommen und elf Medaillen aus Berlin mitgenommen. Bei dem Event in der Hauptstadt ging es aber um mehr als die Zeiten der Schwimmer im Wasser.

Am Ende blieben noch zwei Tage zum Sightseeing in Berlin, ehe am Freitag die große Abschlussfeier am Brandenburger Tor erfolgte. Damit endete für den Mönchengladbacher Verein „Schwimmen mit Behinderung“ (SmB) eine ereignisreiche und erfolgreiche Woche bei den nationalen Special Olympics in der Landeshauptstadt.

Alle vier Jahre findet das Format in Deutschland statt, zuletzt 2018 in Kiel. In diesem Jahr war es zudem die Genrealprobe für die Weltspiele der Special Olympics, die 2023 ebenfalls in Berlin stattfinden. Aber auch das nationale Event ist ein Großereignis: Vom 19. bis 24. Juni nahmen rund 4000 Sportler in 20 Sportarten an der Veranstaltung teil. Im Schwimmen für körperlich und geistig behinderte Menschen war der Mönchengladbacher Verein dieses Mal mit zehn Schwimmern vertreten, die Wettbewerbe fanden in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark statt: Die gleiche Schwimmhalle, in der ab Donnerstag auch „Die Finals“, die Deutschen Meisterschaft der Leistungsschwimmer ausgetragen wurden.

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„Unsere Schwimmer haben auf das Ereignis hingefiebert“, sagt  Vereinsvoristzende Michaela Koch und fügt an: „Es geht auch um Ehrgeiz, der ein oder andere musste auch getröstet werden, wenn es nicht so lief. Aber alle waren mit großer Leidenschaft dabei. Es ist aber nicht wie bei den Para-Olympics, der Leistungssport steht nicht im Vordergrund.“ Dennoch trat der Verein, der mit einem Tross aus 20 Leuten bestehend aus Betreuern, Schwimmern und Vorstand nach Berlin fuhr, mit einer üppigen Medaillenausbeute die Rückreise an den Niederrhein an: fünfmal Gold und je dreimal Silber und Bronze gab es. Eine Bilanz, die Koch freut, sie ordnet aber auch ein. Wettbewerbe gab es im Freistil, Rückenschwimmen, Brustschwimmen, Schmetterling, Lagenschwimmen und in der Staffel. Auch eine sogenannte „Unified Freistilstaffel“ wurde ausgetragen, bei der je zwei Schwimmer mit und ohne Behinderung teilnahmen – zumeist Familienmitglieder, wie Koch sagt. Denn unter dem Begriff „Unified Sports“ soll die gemeinsame Sportausübung von Sportlern mit und ohne geistige Behinderung gefördert werden. Die nationalen Spiele in dieser Woche waren auch der Qualifikationswettbewerb für eine mögliche Teilnahme bei den Weltspielen 2023 in Berlin.

In die engere Auswahl kommen nun die Goldmedaillengewinner, weshalb sich theoretisch auch fünf Schwimmer des Vereins SmB aus Mönchengladbach Hoffnung machen dürfen. „Es werden bei den Weltspielen aber nur zehn Schwimmer aus Deutschland dabei sein. Da weiß man, wie die Chancen stehen“, sagt Koch. Ihr Verein gründete sich vor mehr als 30 Jahren. „Damals gab es kaum Möglichkeiten, mit behinderten Menschen zu schwimmen. Inklusion war damals noch nicht weit verbreitet. Unser Schwimmtrainer hat dann mit zwei Schwimmern angefangen, daraus ist dann die Idee zu dem Verein entstanden“, sagt Koch. Aktuell hat der Verein zwölf Wettkampfschwimmer und ist inzwischen Mitglied im Landesschwimmverband NRW.