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So läuft der Ligenbetrieb in Corona-Zeiten in der Region Mönchengladbach

Sport in Mönchengladbach, Viersen und Erkelenz : So läuft der Ligenbetrieb in Corona-Zeiten

In vielen Mannschaftssportarten wird mittlerweile seit einigen Wochen wieder gespielt. Ausfälle müssen wegen der Pandemie einkalkuliert werden. In Ligen mit kleinen Gruppen ist es einfacher, Nachholtermine zu finden.

Anfang September kam wieder richtig Leben in den Ligenbetrieb des Amateursports. Viele Mannschaftssportarten wagten vor gut einem Monat den Restart nach monatelanger Pause und den Beginn einer komplizierten, neuen Saison in Zeiten der Corona-Pandemie. Wie sind nun die ersten Wochen gelaufen, mussten viele Spiele Corona-bedingt abgesagt werden, und wie sieht es mit Nachholterminen aus? Wir geben einen Überblick.

Fußball Derzeit halten sich die Corona-Absagen noch in Grenzen. Vereinzelt ist es aber bereits zu Spielausfällen gekommen. So erwischte es Regionalligist FC Wegberg-Beeck gleich am ersten Spieltag: Sein Heimspiel gegen Oberhausen, das damals wegen eines Verdachtsfalls nicht antreten konnte, wird am 14. Oktober nachgeholt. In der Bezirksliga traf es vor allem TuRa Brüggen, das drei Corona-Verdachtsfälle in seiner Mannschaft hatte. Während das Spiel gegen den SV Vorst bereits am heutigen Dienstag nachgeholt wird, ist das Duell gegen den SC Waldniel auf den 14. Oktober terminiert. Auch der SC Hardt oder Landesligist DJK/VfL Giesenkirchen haben bereits jeweils ein Nachholspiel zu absolvieren.

In den kommenden Wochen, wenn die Grippesaison hinzukommen wird, könnte es noch komplizierter werden. In der Landes- und Bezirksliga gibt der Spielplan bei 14 beziehungsweise 15 Mannschafen einen gewissen Spielraum für Nachholspiele her. Doch anders ist die Lage in der Oberliga. Bei 23 Teams und neun Englischen Wochen ist der Spielplan bereits proppenvoll. Bis kurz vor Weihnachten wird gespielt, bevor es Anfang Januar schon wieder losgeht. Der SC Union Nettetal und der 1. FC Mönchengladbach blieben bisher aber von Spielausfällen verschont.

Handball Von der Normalität sind auch die Handballer in Corona-Zeiten weit entfernt. Den ersten großen Einschnitt gab es in der Regionalliga Nordrhein, die wegen der Pandemie gleich mit drei Wochen Verspätung in die Saison startete – so war zumindest die offizielle Begründung. Daran wurden allerdings schnell Zweifel laut, wie etwa beim Korschenbroicher Trainer Dirk Wolf, der die dreiwöchige Zwangspause nicht unbedingt mit Corona erklären wollte, sondern eher vermutete, dass der eine oder andere Verein verletzte Spieler zu beklagen hatte.

In den anderen Spielklassen, in denen Mannschaften aus der Region vertreten sind, gab es ebenfalls überall bereits Spielausfälle. So auch beim Oberligisten TV Lobberich, der seinerseits betroffen war. Als ein TVL-Spieler Symptome aufwies, wurde die anstehende Partie erst einmal abgesagt. Trotz aller notwendigen und verständlichen Vorsichtsmaßnahmen kommen doch bereits zum Saisonstart Zweifel auf, ob dieses Spieljahr ein reguläres Ende nehmen wird – oder ob wie im Vorjahr abgebrochen werden muss. Es ist jetzt schon nicht so einfach, Termine für die ausgefallenen Partien zu finden, und die Anzahl wird aller Wahrscheinlichkeit nicht geringer. Manche Trainer wie Manfred Wählen von den Oberliga-Frauen des Rheydter TV hatten sich bereits vor dem Saisonstart skeptisch geäußert.

Tischtennis Eine grundsätzliche, Corona-bedingte Änderung für den Spielbetrieb entschieden die Tischtennisverbände vor dem Saisonbeginn: In dieser Spielzeit wird auf Doppel verzichtet, die Begegnungen werden über insgesamt zwölf Einzel ausgetragen. „So ist per Definition gewährleistet, dass wir keinen Kontaktsport ausüben“, sagt Klaus Taplick. Der Vorsitzende des Tischtennis-Kreises Mönchengladbach spricht von einer bislang relativ gut verlaufenden Saison. Schiefe Tabellenbilder, in denen Vereine auch mal drei Spiele weniger absolviert haben als der Rest, gab es auch schon vor Corona. „Die Spielpläne werden oft in einem etwas größeren Raster zusammengestellt, als es nötig wäre. So gibt es aber immer Freiräume für Nachholtermine – zum Beispiel auch noch einen kompletten Reservespieltag im Dezember“, sagt Taplick.

Volleyball Für die Klubs aus der Region ist die Saison bislang gut verlaufen. So konnte der VC Ratheim in der Oberliga bislang an jedem der vier Spieltage auch spielen. Grundsätzlich gibt es aber im Spielplan auch Freiräume, sollten Partien verschoben werden müssen. So sind beispielsweise die kommenden drei Wochenenden spielfrei. Und auch danach gibt es jeden Monat mindestens ein Wochenende, an dem zunächst einmal kein Ligaspiel angesetzt ist. Die vergleichsweise kleinen Gruppen bieten in Sachen Nachholtermine somit durchaus Vorteile.

Hockey Seit Anfang September rollt der Ball wieder, zumindest in den höheren Spielklassen und damit für die Herren des GHTC in der Zweiten Bundesliga sowie für die GHTC-Damen in der Regionalliga. Bei den Herren zeigt die Tabelle der Zweitliga-Gruppe Nord ein einheitliches Bild, bislang mussten keine Spiele verschoben werden. Und bis zur Spielpause sind es nun auch nur noch knapp drei Wochen. Wie der Meisterschaftsbetrieb bei den Erwachsenen in der Hallensaison insgesamt aussehen kann, ist noch nicht klar. Die Bundesligen sollten eigentlich Ende November starten.