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Schwimmen: SG Mönchengladbach ist nach langer Pause wieder im Training

Schwimmen : Leistungsschwimmer genießen ihren Trainingsalltag

Die Startgemeinschaft Mönchengladbach trainiert wieder und hat den ersten Wettkampf nach langer Pause mit guten Ergebnissen absolviert. Zudem gab es erfreuliche Neuigkeiten von einem ehemaligen Teammitglied, der für die olympischen Spiele nominiert wurde.

Die Aktiven der Startgemeinschaft (SG) Mönchengladbach atmen auf: Sie können wieder schwimmen. Vergessen ist die wettkampf- und trainingsarme Zeit, als der Amateursport ruhte. Während der Corona-Pandemie konnten die SG-Schwimmer ihrem Sport nicht nachgehen, erst vergangene Woche nahmen sie ihr Training wieder auf: 85 Sportler in fünf Teams, darunter die Nachwuchs- und die Eliteschwimmer sowie die Masters. „Ich hoffe, dass es aufwärts geht und wir jetzt regelmäßig im Vitusbad und in Rheindahlen trainieren können“, sagt SG-Cheftrainer Dieter Sofka.

Seine Bedenken, dass viele der Schwimmer nach sieben Monaten Trainingsabstinenz abwandern und nicht wiederkehren würden, bestätigte sich nicht. „Ich muss sagen Hut ab und Respekt vor unseren Schwimmern. Alle waren an Bord und nahmen ihr Training auf. Sie entwickeln Ehrgeiz: Es kamen nicht nur alle, sondern sie wollen auch an ihre alten Zeiten und Form anknüpfen.“ Dazu gehören in der offenen Klasse bei den Männern der einstige Deutsche Juniorenmeister Adrian Bierewitz (Jahrgang 1999) und bei den Frauen Nina Holt (2003), 2019 Deutsche Jahrgangsmeisterin, ebenfalls über 200 Meter Rücken. Sie trainierte als Bundeskaderschwimmerin weiter, während alle anderen pausieren mussten.

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Am Wochenende war das SG-Trainerteam Sofka und Thorsten Polensky mit 27 Mannschaftsmitgliedern beim ersten größeren Wettkampf nach dem Lockdown in Luxemburg. „Meine Leute können wieder Wettkampfluft schnuppern“, sagte Sofka. „Über die 50-Meter-Distanzen hielten wir bei starker internationaler Konkurrenz gut mit. Von acht Strecken gewannen wir alleine vier.“ Nina Holt siegte über 50 Meter Freistil sowie über 50 und 100 Meter Schmetterling. „Bestzeit war es für mich über die Schmetterlingsdistanzen“, sagte sie. „Nina ist sehr vielseitig. Sie kann eigentlich alles schwimmen“, lobte Sofka. Dazu verbuchte Adrian Bierewitz den Sieg über 50 Meter Rücken, ebenso Nachwuchsschwimmerin Eva Saretz (2006) über dieselbe Distanz.

Der ehemalige Nachwuchsschwimmer Lucas Matzerath (aus Titz bei Düren zuhause), der bis vor fünf Jahren bei der SG Mönchengladbach geschwommen ist, schaffte die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio und ist bereits dafür nominiert. Der Schlaks mit zwei Metern Körperlänge holte in Berlin den Deutschen Meistertitel über 100 Meter Brust. „Lucas ist für unsere Aktiven ein Vorbild. Die älteren Schwimmer aus unserem Verein kennen ihn persönlich“, sagte Sofka. „Ich will mich bei ihm nicht mit fremden Federn schmücken. Das war das Verdienst meines Vorgängers, Mark Jayasundara, der früher die Gladbacher Talente trainierte.“ Sofka führt das Erbe Jayasundaras fort, der SG-Schwimmer bis zur deutschen Meisterschaft brachte, ohne ein Leistungsstützpunkt zu sein. Jayasundara wechselte zur SG Frankfurt und nahm Lucas Matzerath gleich mit.