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Fußball: SC darf nach 2:0-Sieg hoffen

Fußball : SC darf nach 2:0-Sieg hoffen

Der Spielverein enttäuschte im Derby gegen Rheindahlen und ist nun mitten in der Krise.

Lange sah das Derby nicht nach einer Landesliga-Partie aus. Doch dann gelang Rheindahlen die Führung, zeigte Leidenschaft und setzte gelegentlich auch spielerische Akzente. Allerdings wurden die Chancen beim 2:0-Erfolg zu leichtfertig vergeben. Der Spielverein enttäuschte auf der ganzen Linie und steckt nun wie der SC im Kampf um den Klassenerhalt.

"Ich dachte, das wäre Landesliga", sagte Jörg Pufahl, der nach vielen Jahren wieder ein Spiel seines RSV sah. Zunächst war er von beiden Mannschaften enttäuscht. Es war auf beiden Seiten kein System zu erkennen, stattdessen häuften sich die Fehlpässe, Kombinationen wurden nicht geboten. Nach einer Viertelstunde musste Rheindahlens Torwart Danny Gosemärker zum ersten und einzigen Mal in der ersten Halbzeit gegen Sercan Salgin eingreifen. Mehr hatte er nicht zu tun, mehr hatten die Rheydter auch nicht zu bieten.

"Aber unsere Jungs sind auch viel zu nervös. Die brauchen ein Tor, um dann ruhiger zu werden und System in ihre Aktion zu bringen", befand SC-Vorsitzender Norbert Hübner. Doch allmählich setzten die Gäste Akzente. Einen ersten Warnschuss gab Dennis Richter nach Vorarbeit von Jörn Schüren ab. Kurz darauf war es passiert. Wieder lieferte Schüren die Vorarbeit und dicht vor dem Tor lenkte Daniel Güttgemanns den Ball zum 1:0 über die Linie. Danach spielte Rheindahlen tatsächlich sicherer, gab dem Spiel ein wenig Struktur, und davon ließ sich der Spielverein auch zunächst anstecken. Allerdings führte dieser leichte spielerische Aufwärtstrend nicht zu Torchancen.

Auf die hofften natürlich die Gastgeber nach der Pause. Tatsächlich ergab sich die erste und beste Chance für die Platzherren. Plötzlich war Salgin durch, schob den Ball an Gosemärker vorbei, aber kurz vor der Linie klärte San Jose Mendez. Rheydts beste Aktion gelang kurz darauf Ferhat Topcu, der von der Seitenlinie mit einem weiten Heber über Gosemärker beinahe ins Tor getroffen hätte. "Das war schon mehr als Landesliga", lobte Pufahl.

Damit hatte der RSV endgültig sein Pulver verschossen. Trainer Axel Malchow versuchte mit Einwechslungen die Schlagkraft seiner Mannschaft zu erhöhen, aber es spielten nur noch die Gäste. Innerhalb weniger Minuten ergaben sich für den SC drei klare Chancen, die zu Toren hätten führen müssen. Gegen Mustafa Sala klärte RSV-Torwart Stefan Zabel glänzend. Dann stand Dennis Richter ebenfalls sechs Meter vor dem Tor und traf einen Rheydter Abwehrspieler. Mendes-Olivera unterlief dann auch dieses Missgeschick. Mit dem Schlusspfiff traf Richter dann endlich zum 2:0-Endstand.

"Uns fehlte die Leidenschaft. Das war eine verdiente Niederlage. Ich bin enttäuscht. Wir stecken nun im Abstiegskampf", sagte RSV-Trainer Axel Malchow. SC-Vorsitzender Norbert Hübner war sich sicher: "Das bringt Selbstbewusstsein. Das war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Wir spielen wieder mit."

(RP)