Hockey : RSV verlässt den letzten Platz

Hockey Es war ein haltbarer Ball, den Chris Goldsbury fünf Minuten vor dem Ende Richtung Kölner Tor schickte. Doch den Rückhandschlag des Neuseeländers ließ der gegnerische Torwart im hohen Bogen passieren – die furiose Aufholjagd des Rheydter Spielvereins nach 0:3-Rückstand gegen Schwarz-Weiß Köln war mit dem 4:4 perfekt. "Dieses Glück hatten wir zu Saisonbeginn nicht, haben es uns aber dieses Wochenende redlich erarbeitet", sagte RSV-Trainer Aditya Pasarakonda.

Denn 24 Stunden vor dem 4:4 (2:3) gegen Schwarz-Weiß hatte das Schlusslicht der Zweiten Bundesliga im Kellerduell bei Blau-Weiß Köln seinen ersten Saisonsieg gefeiert und durch das 3:2 (2:2) auch den letzten Tabellenplatz abgegeben. "Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, indem wir aber zu keiner Sekunde Zweifel haben aufkommen lassen, dass wir etwas mitnehmen wollen", sagte Pasarakonda. Thomas Sonntag und Matthias Gräber brachten Rheydt 2:0 in Führung, doch noch vor der Pause fiel der Ausgleich. In der zweiten Hälfte traf der Gastgeber die Latte, während Gräber per Strafecke den Siegtreffer erzielte.

Gegen Schwarz-Weiß musste der RSV eine Aufholjagd starten, da er nach 15 Minuten 0:3 zurücklag. Den Anfang machten erneut Gräber und Sonntag, ehe nach der Pause Nils Helbig und nach dem 3:4 Goldsbury trafen. "Das war sensationell", sagte Pasarakonda zur großen Moral der Rheydter, die ihre ersten vier Punkte feierten.

Noch besser war die Ausbeute des Gladbacher HTC, der mit zwei Heimsiegen seine Tabellenführung verteidigte. Nach einem schwer erkämpften 3:2 (1:0) gegen Schwarz-Weiß Köln legte der Aufstiegskandidat mit dem 7:0 (2:0) über Blau-Weiß Köln souverän nach. "Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, doch insgesamt haben wir eine stabile Leistung gezeigt", sagte Trainer Jan Klatt, der mit dem knappen 3:2 am Vortag weniger zufrieden war.

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"Natürlich ist es positiv, dass wir nach dem 1:2 zehn Minuten vor Schluss nochmals Gas geben konnten. Auf der anderen Seite ist es ärgerlich, dass dies vorher nicht möglich war." Leon Johenneken mit seinem ersten Zweitligator und Kapitän Mats Grambusch per Siebenmeter drehten in der Schlussphase die Partie. Weitaus dominanter trat der GHTC gegen das neue Schlusslicht Blau-Weiß auf. Zu Beginn fehlten zwar die klaren Aktionen im gegnerischen Viertel, doch ab der 20. Minute ließen Sven Alex (2), Florian Brembach, Mats Grambusch, Marcus Funken, Julian Altenrath und Florian Adrians, der zudem gegen Schwarz-Weiß traf, keine Zweifel mehr aufkommen.

In der nächsten Woche kommt es zum Abschluss der Vorrunde zum Derby zwischen den Lokalrivalen.

(RP)