Hockey : RSV und GHTC gewinnen

Hockey Thomas Krauß bewies Nervenstärke. Mit der Rückhand schlenzte der Verteidiger des Rheydter Spielverein den Ball beim entscheidenden Penalty in die Maschen. "Er hat es sich besonders verdient. Denn ohne Tommy hätten wir in der Abwehr nicht diese Stabilität", lobte RSV-Trainer André Schiefer seinen Routinier nach dem 2:2 (1:1) und dem anschließenden 2:1-Sieg im Penalty beim Tabellenführer Blau-Weiß Köln. Mit dem dadurch errungenen Zusatzpunkt liegt der RSV nun nach dem Abschluss der Vorrunde in der Zweiten Liga nur noch einen Zähler hinter den Kölnern.

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"Wir haben heute richtig gut gespielt und hätten auch den Sieg verdient gehabt", sagte Schiefer. Nachdem Matthias Gräber den RSV im Spitzenspiel per Strafecke in Führung gebracht hatte, drehte der Gastgeber die Partie. "Die Tore fielen wie aus dem Nichts, begünstigt durch unsere individuellen Fehler", so Schiefer. Doch zehn Minuten vor dem Ende sicherte Philipp Steffen nach einer Strafecke das Unentschieden und das Penalty-Schießen, in dem Gräber und Krauß trafen, während RSV-Torwart Marcin Pobuta glänzend hielt.

Am Tag zuvor hatten die Rheydter beim RTHC Leverkusen durch Tore von Gräber (2) und Sebastian Meister 3:1 (2:0) gewonnen. "Dort haben wir aber schlecht gespielt", sagte Schiefer. Leverkusen war auch für den GHTC an diesem Wochenende eine Reise wert. Nachdem das Team von Trainer Andrew Meredith am Samstag noch 1:3 bei Blau-Weiß Köln verloren hatte, siegte es beim RTHC 5:4 (4:4) und rückte dadurch ins Mittelfeld der Tabelle vor.

"Es war ein sehr gutes Wochenende. Immerhin hatten wir sechs Spieler auf dem Platz, die gerade erst aus der B-Jugend hochgekommen sind und ihre ersten Bundesligaspiele gemacht haben", lobte Meredith. So erzielte der erst 16-jährige Mats Grambusch beim 1:3 in Köln gleich sein erstes Zweitligator. "Wir haben gut gespielt, unsere Torchancen aber nicht genutzt", sagte Meredith zur Niederlage beim Tabellenführer.

In Leverkusen bewies sein Team jedoch große Moral, machte in einer spektakulären ersten Hälfte einen 1:3-Rückstand wett. "Da hätte das Spiel auch in die andere Richtung gehen können. Doch es war toll, wie die jungen Spieler weiter gearbeitet und an die taktische Ausrichtung gedacht haben", so der Australier, dessen Landsmann und Neuzugang im Sturm, Brad Dempster, letztlich das Spiel entschied. Nach schöner Vorarbeit von Julian Altenrath markierte er das 5:4 (60.). Am nächsten Sonntag kommt es nun in Rheydt zum Derby.

(RP)
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