Hockey : RSV braucht noch einen Punkt

Ein Unentschieden bei Schwarz-Weiß Köln am Samstag reicht den Rheydtern sicher zum Verbleib in der Zweiten Bundesliga. Der Gladbacher HTC geht völlig ohne Druck in das Saisonfinale und muss ebenfalls nach Köln reisen.

Hockey Auf Rechenspielchen möchte sich Aditya Pasarakonda gar nicht erst einlassen. "Wir konzentrieren uns nur auf unser Spiel. Dort wollen und müssen wir punkten. Das wird die Marschroute der Mannschaft sein", sagt der Trainer des Rheydter Spielvereins vor dem letzten Spieltag der Zweiten Liga, an dem der RSV im Fernduell mit dem Club Raffelberg um den Klassenverbleib kämpft.

Um drei Punkte und drei Tore besser stehen die Rheydter gegenüber ihrem Konkurrenten vor dem Finale da. Ein Punktgewinn am Samstag (15 Uhr) bei Schwarz-Weiß Köln reicht auf jeden Fall, theoretisch könnte der RSV auch mit einer Niederlage mit einem Tor Differenz die Rettung schaffen, selbst wenn Raffelberg daheim knapp gegen den Tabellenzweiten Großflottbeker THGC gewinnt. Doch das Ergebnis der Konkurrenz soll keine Rolle spielen. Der Fokus liegt auf dem eigenen Spiel.

"Wir müssen gegen Schwarz-Weiß sehr gut aufpassen. Das ist eine extrem eingespielte Mannschaft, die sehr stabil auftritt. Es wird wieder das A und O sein, gut zu verteidigen und das eigene Aufbauspiel so einfach wie möglich zu halten", sagt Pasarakonda, der auch auf die Nervenstärke seines Teams hofft. "Keine Mannschaft hat in diesem Jahr so viele Endspiele bestritten wie wir. Allerdings ist es jetzt wirklich ein Endspiel", sagt der RSV-Trainer. Dass sie überhaupt mit einem Drei-Punkte-Polster in das letzte Spiel gehen, wissen die Rheydter mittlerweile zu schätzen.

"Nach dem 2:2 gegen Hannover war zunächst die Enttäuschung groß, dass wir den Sack nicht schon zugemacht haben. Doch die Ausgangslage sollte uns zusätzliches Selbstbewusstsein geben. Wir wollen unsere beste Saisonleistung zeigen und nicht ängstlich sein", sagt Pasarakonda, dessen Team am Dienstag in einem Testspiel gegen den Gladbacher HTC nochmals proben durfte.

Für den Lokalrivalen geht es im letzten Spiel bei Blau-Weiß Köln (Samstag, 15 Uhr) um nichts mehr. Und doch hat der GHTC noch ein großes Ziel – den ersten Sieg in der Rückrunde. "Es nervt, dass wir trotz einiger guter Spiele keinen Dreier geschafft haben", gesteht André Schiefer. Trotzdem möchte der GHTC-Trainer seine Mannschaft nicht zu sehr unter Druck setzen. "Es ist vielleicht ganz gut, wenn die Jungs einmal befreit und ohne besondere Vorgaben aufspielen können. Das hat im Test gegen den RSV in der ersten Hälfte schon super funktioniert."

Mit einem Sieg würde der GHTC trotz der ernüchternden Rückrunde in der oberen Tabellenhälfte bleiben, der dreifache Punktgewinn soll aber kein Muss sein. "Es wäre jedoch schon ein guter Abschluss. Es gilt aggressiver zu sein als Köln, für die es ebenfalls um nichts mehr geht", sagt Schiefer, der wohl bis auf den erkrankten Florian Adrians auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Auch Martin Babicky, den in den letzten Wochen ein Muskelfaserriss außer Gefecht setzte, ist wieder einsatzbereit. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für den lang ersehnten ersten Rückrundensieg.

(togr)