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Rot-Weiss Essen siegt im Niederrheinpokal nur knapp in Mennrath

Fußball-Niederrheinpokal : Mennrath wehrt sich gegen Rot-Weiss Essen prächtig

In der ersten Runde des Niederrheinpokals muss sich der Bezirks- dem Regionalligisten nur mit 0:1 geschlagen geben. „Wir haben alles richtig gemacht“, findet Mennraths Sportlicher Leiter Markus Horsch. 700 Zuschauer sehen das Spiel in „De Kull“.

Für die meisten der Mennrather Spieler dürfte die erste Runde im Niederrheinpokal das sportliche Ereignis ihres Lebens sein. Vor 700 Zuschauern, mehr durften aus Sicherheitsgründen nicht ins Naturstadion „De Kull“, ging es für den Bezirksligisten gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen, den klaren Favoriten. Schon beim Aufwärmen war zu sehen, dass die Mennrather keine Spur von Nervosität zeigten. In aller Seelenruhe spulten sie ihr Programm herunter. Und da die Hitze am Mittwoch eine kleine Pause einlegte, schien es, als könne sich der Wunsch von Victorias Trainer Simon Netten erfüllen – die kleine Außenseiterchance wahrzunehmen.

Zu „Hells Bells“ von AC/DC liefen die Teams ein. Anstoß hatten die ganz in rot gekleideten Gäste von der Hafenstraße. Bereits nach fünf Minuten gab es den ersten Szenenapplaus, als ein Mennrather seinen Gegenspieler ablief. In der zehnten Minute stand Mennraths Sandro Meyer im Strafraum, doch sein Schussversuch wurde abgeblockt.

Dann versuchte es Mennrath von der Mittellinie aus mit einem Heber über den weit vor dem Tor stehenden Gästetorhüter, der den Ball aber noch aus der Luft fischte. Essen fand keine Lücken in der dicht gestaffelten Abwehr und versuchte es mit Distanzschüssen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Bezirksligist frecher und kam nach Noah Kubawitz’ Freistoß sogar zum Kopfball, der aber übers Tor strich. Nach einer halben Stunde gab es den ersten gefährlichen Schuss aufs Mennrather Gehäuse, doch Torwart David Platen war rechtzeitig unten und sicherte den Ball. Nun konterte Mennrath über Evgenij Pogorelov, der Paul Szymanski bediente, doch dessen Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel die nächste Chance für die Gäste nach einem Kopfball, der knapp über die Querlatte strich. Mit tosendem Applaus ging Mennrath mit einem 0:0 in die Pause.

Kaum zu glauben, aber die Gastgeber gewannen fast jedes Kopfballduell im eigenen Strafraum. Daraus resultierte auch der erste Konter in Hälfte zwei, der aber durch ein unpräzises Zuspiel ein schnelles Ende fand. Dann gab es Gelb für einen Mennrather nach einem taktischen Foul, und nach dem folgenden Freistoß ging Essen durch Enzo Wirtz in Führung (54. Minute). Essen hatte danach mit der Führung im Rücken Oberwasser. Mennraths Coach Netten versuchte mit lautstarken Anweisungen, sein Team aufzurütteln. 16 Minuten vor Schluss schien es binnen weniger Sekunden zwei Essener Handspiele, davon eines im eigenen Strafraum, gegeben zu haben, aber der Schiedsrichter ließ weiterlaufen.

In der Schlussphase bestimmten viele kleine Fouls auf beiden Seiten das Geschehen, der Schiedsrichter kam kaum noch nach, die Gelben Karten zu vermerken. Netten peitschte sein Team nach vorne, das Publikum ging mit. Erneut gab es keinen Handelfmeter für Mennrath, in der Nachspielzeit hatte die Victoria durch einen Freistoß direkt an der Strafraumlinie die Chance zum Ausgleich, doch Torhüter Robin Heller parierte zur Ecke. Essen kassierte binnen weniger Sekunden zwei weitere Verwarnungen, und mit einem Freistoß, der über das Gästetor ging, endete das Spiel.

Mennraths Sportlicher Leiter Markus Horsch sagte: „Wir haben alles richtig gemacht. Unser Dank geht an die Mannschaft und die Zuschauer.“ Nun geht es nach Giesenkirchen zum Bezirksliga-Auftakt.