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Lokalsport: Rheindahlen und Holt sind Derby-Sieger

Lokalsport : Rheindahlen und Holt sind Derby-Sieger

Der SC schlägt den PSV 3:2. Holt reicht ein Tor von Enrico Zentsch zum Sieg gegen den SV Lürrip. Rheydt verliert gegen Süchteln 1:4. Meer holt in Hackenbroich in Unterzahl erst ein 0:0, dann kündigt Trainer Klaus Ernst seinen Weggang an.

Jüchens Trainer Jolo Krahwinkel schnupperte gestern schon etwas Landesligaluft, als er das Derby zwischen Odenkirchen und dem FC beobachtete. Glückwünsche zum Aufstieg lehnte er aber ab, weil trotz des 1:0-Sieges am Mittwoch gegen Delhoven noch immer ein Punkt zum Titelgewinn fehlt. Ganz andere Sorgen haben die Mönchengladbacher Bezirksligisten, die bis auf den Tabellendritten FC II alle mehr oder minder um den Klassenerhalt fürchten müssen. Rheindahlen und Holt, die beide kaum noch den Abstieg vermeiden können, muckten gestern nachhaltig auf. Die Grün-Weißen schlugen im Derby Lürrip mit 1:0. Rheindahlen besiegte den PSV mit 3:2. Der Rheydter SV nahm seine Chance gegen Süchteln nicht wahr und verlor 1:4. Immerhin erkämpfte sich Meer in Hackenbroich ein 0:0 und ist damit dem Klassenerhalt von allen Mönchengladbacher Klubs am nächsten gekommen.

SC Rheindahlen - Polizei SV 3:2 (1:1). "Das ist schon toll, was meine Jungs geleistet haben. Endlich wieder mal eine Partie, bei der sie alles gegeben und sich mit diesem Sieg belohnt haben", sagte SC-Trainer Bekim Kastrati. Dabei misslang der Start gründlich, denn schon nach elf Minuten führten die Gäste durch ein Tor von Thomas Vaßen mit 1:0. Rheindahlen gab aber nicht auf, sondern sicherte zunächst intensiver das eigene Tor und konnte dadurch weitere Treffer des PSV verhindern, für den es kein Durchkommen gab. Doch bald traute sich der SC auch mehr in die Offensive und konnte den PSV sogar in Verlegenheit bringen. Tim Dückers glich nach einer halben Stunde mit dem 1:1 aus. Nicht so richtig wach war der PSV direkt nach der Pause. Dafür glänzte Rheindahlen mit einem sehenswerten Spielzug, den Baris Yardincioglu mit dem 2:1 abschloss. Doch mit dem 2:2 von Michael Feger schien der PSV allmählich seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, zumal der SC nach der Gelb-Roten Karte für Dominik Madison in Unterzahl spielen musste. Aufopferungsvoll wurde verteidigt, und schließlich gelang Tim Kiak mit einem Freistoß der 3:2-Siegtreffer. "Ich bin maßlos enttäuscht. Da verlieren wir noch, obwohl wir recht lange in Überzahl gespielt haben", sagte PSV-Trainer Michael Koch.

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Grün-Weiß Holt - SV Lürrip 1:0 (1:0). Da unterlaufen den Lürripern schon nach zehn Minuten zwei grobe Fehler in der Abwehr, und Enrico Zentsch nutzt dieses Entgegenkommen, um Holt mit 1:0 in Führung zu bringen. "So ganz nachzuvollziehen ist das nicht, dass wir plötzlich auch Spiele gewinnen. Aber wir nehmen die Punkte und den Erfolg gerne mit", sagt Holts Trainer Georg Degen. Lürrip bestimmte zwar das Spiel, konnte sich aber gegen die Holter Abwehr kaum durchsetzen. Die wenigen Konter durch Damian Schriefers und Zentsch hätten da schon eher zu Toren führen können. "Wenn wir Chancen hatten, haben wir sie leichtfertig vergeben. Wir haben es einfach nicht geschafft, Holt in Gefahr zu bringen", sagte Lürrips Trainer Markus Lehnen.

Rheydter SV - ASV Süchteln 1:4 (0:2). Süchtelns Eric Bongartz konnte sein Glück kaum fassen: "Was macht ihr da?", fragte er während des Spiels Rheydts Spielertrainer René Schnitzler. Der war selbst fassungslos und ließ sich später sogar anstecken. RSV-Torwart Patrick Becker hatte einen sehr schlechten Tag erwischt. Dreimal startete er zu einem Ausflug aus seinem Tor, um zu klären, dreimal verfehlte er das Spielgerät mit dem Fuß, dreimal war ein Süchtelner zur Stelle, um jeweils den Ball über die Linie des Rheydter Tors zu schieben. Das hat wohl auch seinen Chef Schnitzler allzu sehr mitgenommen, der seinerseits einen Elfmeter nicht zum Anschlusstor nutzen konnte. Blerim Rrustemi traf dann zwar zum 1:3 für Rheydt, kurz darauf erhöhte der ASV aber auf 4:1.

TuS Hackenbroich - Blau-Weiß Meer 0:0. Selbst in Unterzahl ist Meer augenblicklich nicht beizukommen. Bis zur 60. Minute hatten die Gäste glänzend verteidigt und ab und zu durch Konter Nadelstiche gesetzt. Nach der Roten Karte für Thauheed Anjum war aber nur noch Abwehrarbeit angesagt. Torwart Alex Draicchio und Innenverteidiger Lavdi Polozani waren dabei Garanten, um das 0:0 über die Zeit zu bringen. Meer dürfte damit die Klasse gesichert haben. Trainer Klaus Ernst teilte danach Mannschaft und dem Sportlichen Leiter Rolf Fränzen mit, dass er am Saisonende den Verein verlassen wird.

(RP)