Reitsport: Ingrid Berger aus Viersen ist Turnierrichterin

Reitsport : Viersenerin als Turnierrichterin in Wickrath im Einsatz

Ingrid Berger vom RFV Dülken-Viersen war nicht nur als Dressur- und Springreiterin aktiv, sie bewertet auch schon über 30 Jahre reiterliche Leistungen.

Für die Viersenerin Ingrid Berger gab es jede Menge zu tun beim großen Hallenturnier des RC St. Georg Günhoven im Pferdesportzentrum am Schloss Wickrath. Bei den Prüfungen bis zur Klasse M und am ersten Turniertag mit dem Premiere-Mannschaftsspringen war Ingrid Berger als Turnierrichterin im Einsatz. Sie saß zum Richten am Springparcours, stand als Aufsicht der Reiter beim Abreiten oder bei der Siegerehrung, um den Reitern als Erste zu gratulieren und ihnen die Siegerschleifen anzuheften.

Sie richtete auch ein A-Stilspringen, bei der die Leistungen von Pferd und Reiter in einer Wertnote zusammengefasst werden. Zeitfehler oder Verweigerungen werden dabei als Strafpunkte von der Wertnote abgezogen. „Hier soll vor allem der Nachwuchs, der am Beginn einer Karriere im Leistungssport stehen, zu stilistisch gutem Reiten angespornt werden“, sagte Berger. Zu ihren Aufgaben als Turnierrichterin gehört es, zu beonachten, ob ein Pferd korrekt an den Hilfen steht, das heißt, ob es auf Zügel- und Schenkeldruck des Reiters reagiert. Zudem beurteilt sie Durchlässigkeit, also ob das Pferd die Hilfen annmitt und somit ein harmonischer Ritt zustande kommt. Letztlich gewann das A-Stilspringen die Ratheimerin Nele Peppler auf Gitana mit der Wertnote 8,5 vor der Günhovenerin Anke Schmitz auf Gialetto M mit 7,8 und in der zweiten Abteilung siegte Marie Schröders (RV Kaldenkirchen) mit Comme prevévu und 8,0.

„Nele ritt ein gutes Grundtempo, hielt die Distanzen gut ein und war gut ausbalanciert im Bügel“, kommentierte Ingrid Berger. Sie ist bereits seit über 30 Jahren als Turnier- und Prüfungsrichterin tätig. „Ich war damals die jüngste Richterin im Pferdesportverband Rheinland und wurde von den Kollegen gut aufgenommen“, meinte die 53-Jährige. „Das Turnierreiten hat mich immer schon interessiert. Und das Spannende war dabei für mich, das von beiden Seiten zu sehen.“ Berger war schon bis zur rheinischen Spitze im Einsatz, doch sie betont:  „Mir ist es egal, was ich richte, ob das Springen oder Dressur ist, aber auch eine Führzügelklasse für die Kleinsten macht Spaß.“

Sie hat Erfahrung als erfolgreiche Turnierreiterin in der Dressur bis zum Grand Prix und Springen bis zur Klasse S. Was äußerst selten ist: Sie bekam als aktive Reiterin das Goldene Reitabzeichen für S-Erfolge in Dressur- und Springen verliehen, das höchste Leistungsabzeichen für Turnierreiter.  Heutzutage ist sie beim RFV Dülken-Viersen Sportwartin und geht ihrem Ehemann Hermann im Zucht-, Reit- und Pensionsstall zur Hand. Als Turnierreiterin war sie für Dülken-Viersen und für den RV St. Johannes Waat bei Jüchen erfolgreich unterwegs, wo sie heute noch Mitglied ist. Ihre Erfolgspferde wie Ehrentraum, Rubioso M, Samico F, Elch und den selbstgezogenen Röwer BE genißen immer noch einen guten Ruf.

Ergebnisse zum Turnier im Internet unter www.fn-erfolsgdaten.de

Mehr von RP ONLINE