Reiterin aus Kaldenkirchen : Der große Sprung der Johanna Hell

In nur einer Saison hat sich die zehnjährige Reiterin in den anspruchsvollen Springklassen etabliert. Auch beim Bundesnachwuchschampionat in Xanten überzeugte Johanna Hell.

Talente gibt es immer wieder, die aus der Masse herausstechen. In jedem Sport. Im Reiten trifft das aktuell auf die zehnjährige Johanna Hell vom Reiterverein Kaldenkirchen zu, die im Springsport nach oben will. Das hat auch mit ihrem Trainer zu tun: Dylan Broich vom Gestüt Seehof bereitete Hell intensiv auf die Teilnahme beim Hallenturnier der Ponyreiter in Xanten vor. Er baute mit ganz viel Detailarbeit und Geduld den Parcours für das Sichtungsturnier des Bundesnachwuchschampionats der Ponyspringreiter in Verden am Seehof nach, damit Hell sich optimal auf den wichtigen Wettkampf vorbereiten konnte. Sie hatte sich auf ihrem Pferd „Nashwille’s Son WH“ mit Platz sechs als jüngste Starterin im Teilnehmerfeld bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld für das Turnier in Xanten qualifiziert.

Beim Bundesnachwuchschampionat in Xanten, das aus zwei Stilspringen der Klasse L bestand, gab es dann für Hell unter Teilnehmern aus dem Rheinland und aus Westfalen beide Male die Wertungsnote 7,5. Auch Landestrainer Adolf Vogt warf bei den Prüfungen ein besonderes Auge auf die Auftritte von Hell.

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Trainer Broich brachte Hell selbst vor zwei Jahren erst zum Springreiten. Mit viel Engagement war das Duo in dieser Saison im E-Springen mit Pony „Nashville’s Son WH“ und Großpferd „Bonne Fee BE“ an den Start gegangen. Auf der Stute „Bonne Fee BE“, das von Hell nur „Feechen“ genannt wird, erlernte sie einst im Alter von fünf Jahren an der Longe das Reiten.

Mit den ersten Erfolgen in der Führzügelklasse und in Reiterwettbewerben war für Johanna Hell jedoch irgendwann klar: „Ich möchte Springreiterin werden.“ Sie nahm daher ihren Mut zusammen und fragte Dylan Broich, der schon alles das geritten ist, was sie sich für ihre Zukunft erträumt, ob er sie trainieren würde. Dieser nahm sich der Aufgabe an. Und mit dem gelernten Pferdewirt an ihrer Seite, der dem Ponyspringkader des Pferdesportverbandes Rheinlandes angehörte und erfolgreich bis zur Klasse S ritt, erzielte Hell schnell Fortschritte: Mit ihrem Pony und ihrer Stute schaffte sie es zusammen mit Broich in nur einer Saison, sich erfolgreich in der Klasse E* bis zur Klasse L* mit steigenden Anforderungen zu platzieren und so manche Prüfungen zu gewinnen. 

„So einen großen Sprung in nur einer Saison zu erreichen, das ist schon eine außergewöhnliche Leistung“, sagt Dominik Broich vom Gestüt Seehof, Trainer und Inhaber des goldenen Reitabzeichens. Das Hell also ein großes Talent für den Reitsport besitzt, das haben nicht zuletzt die Ergebnisse beim Sichtungsturnier in Xanten gezeigt. Viele weitere gute Ergebnisse dürften für die Zehnjährige in Zukunft noch folgen.

Ausgezeichnet lief es zum Ende der Grünen Saison für Kaderreiter Liam Broich und „Dream of Diarado“ beim „S*-Springen“ in Zweibrücken. Der schnellste, fehlerfreie Ritt brachte beiden nach vielen zweiten Plätzen den ersten gemeinsamen Sieg in der Klasse S.