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Regionalliga West: André Mandt ganz wertvoll für den FC Wegberg-Beeck

FC Wegberg-Beeck : André Mandt – in der Regionalliga wertvoller denn je

André Mandt kam vom SC Wiedenbrück zum FC Wegberg-Beeck, als der auf Aufstiegskurs war. Mit einem Jahr Verspätung klappte es. Dort zählt der Sechser zu den Leistungsträgern.

Als der FC Wegberg-Beeck im Januar 2019 André Mandt von Regionalligist SC Wiedenbrück holte, war dies ein Vorgriff auf den zu jenem Zeitpunkt fest eingeplanten Regionalliga-Aufstieg im Sommer – kein Wunder angesichts von acht Punkten Vorsprung nach der Hinrunde auf den Zweiten SV Bergisch Gladbach. Nur: Aus dem Aufstieg wurde nichts. Die Wegberger verspielten in der Rückrunde den satten Vorsprung komplett – nach dem 1:2 im „Endspiel“ daheim gegen den SV zwei Spieltage vor Schluss war der Nichtaufstieg besiegelt.

„Ich bin damals schon nach Beeck mit dem Ziel gekommen, Regionalliga zu spielen“, sagt Mandt. Stattdessen lernte er erst einmal die für ihn unbekannte Mittelrheinliga kennen. Quasi mit einem Jahr Verspätung klappte in der vergangenen Saison dann doch der Aufstieg.

Nach einem eher verhaltenen Start im Beecker Trikot zeigt Mandt, ein klassischer Sechser, in der Regionalliga nun so richtig, warum der FC ihn geholt hat. Der 27-Jährige gehörte in der Hinrunde zu Beecks Besten, beeindruckte mit konstant guten Leistungen und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Schwarz-Roten zu einem der Überraschungsteams der Liga mauserten und trotz des jüngsten 0:2 im Sechspunktespiel gegen den Bonner SC weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben.

Dazu hat Mandt zunehmend eine Art Führungs-Vakuum behoben, das ausgelöst wurde dadurch, dass Kapitän Maurice Passage häufiger verletzt ist und sein „Vize“ Stefan Zabel der Torwart ist und von dieser Position aus naturgemäß nur sehr begrenzt auf das Team einwirken kann. Das sieht zentral vor der Abwehr natürlich ganz anders aus – und die Rolle als Antreiber, Denker, Lenker und Chef füllt Mandt auch bereitwillig aus.

„Ich übernehme gerne Verantwortung. Dazu gehört auch, dass ich auf dem Platz schon mal etwas lauter werde“, sagt er. Seine Qualitäten weiß Trainer Michael Burlet sehr zu schätzen. „Wir verlangen auch, dass André vorangeht, die nötige Erfahrung dazu hat er ja. Man merkt auch, dass er sich hier richtig wohlfühlt. Darüber hinaus ist er ein feiner Kerl, von Grund auf ehrlich“, sagt Burlet.

Mandt gibt zu, dass es sehr wichtig für ihn sei, das volle Vertrauen des Trainers zu spüren. Luft nach oben sei aber auch für ihn sicherlich noch vorhanden. „Ein wenig mehr Torgefahr wäre zum Beispiel nicht verkehrt.“ Bislang steht für ihn nur ein Treffer für Beeck in der Statistik. „Die Tore habe ich bislang meinem Sechser-Kollegen Marvin Brauweiler überlassen“, sagt er. Der Besagte hat schon fünf Tore in dieser Saison erzielt.

Mandt, zudem ein ausgewiesener Standard-Spezialist, glänzte bislang dagegen vor allem als Vorbereiter – so auch noch beim 2:0 gegen seinen Ex-Klub Wiedenbrück. Da bereitete er beide Tore vor – für Entzücken sorgte dabei vor allem sein No-Look-Pass vor dem 1:0 durch Justin Hoffmanns. Dass es gegen Bonn für Mandt verletzungsbedingt nur zu einem Kurzeinsatz reichte, machte sich im Beecker Spiel gleich bemerkbar – da fehlte ganz einfach der Chef.

Info Beecks für Samstag geplantes Spiel beim SV Rödinghausen wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.