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Regionalliga-Damen: Borussia Mönchengladbach verliert Derby gegen 1. FC Köln II

Derby-Pleite beim 1. FC Köln II : Borussias-Damen mit den eigenen Waffen geschlagen

Die Damen von Borussia Mönchengladbach kehrten mit einer Derby-Pleite vom Spiel gegen die Reserve des 1. FC Köln zurück. Coach Christoph Schaefer haderte mit der taktischen Umsetzung seines Matchplans und der Entstehung der Gegentore.

Ein bisschen muss sich Christoph Schaefer am Sonntag gefühlt haben, wie im falschen Film. Der Coach der Damen von Borussia Mönchengladbach hatte für das Regionalliga-Derby gegen den 1. FC Köln II einen klaren Matchplan aufgestellt: Sein Team sollte durch viel eigenen Ballbesitz Kontrolle über das Spiel erlangen und bei Ballverlust mit direktem Gegenpressing die Kölnerinnen überfallartig unter Druck setzen. Allerdings hatte das wohl auch Alexander Schwarzer, der Trainer der FC-Reserve, seinen Spielerinnen mit auf den Weg gegeben: „Köln hat genau das umgesetzt, was wir uns eigentlich für das Spiel vorgenommen hatten“, sagte Schaefer. „Und die haben das richtig gut gemacht. Da geht das 0:3 aus unserer Sicht auch völlig in Ordnung.“

Zumal da noch eine Sache wäre, die den Borussia-Trainer nach der Derby-Pleite ungemein wurmte: „Wir wussten, dass Köln bei Standardsituationen enorm gefährlich ist. Darauf habe ich in der Trainingswoche hingewiesen und wir haben uns darauf eingestellt. Da ärgern die ersten beiden Gegentore natürlich sehr.“ Denn sowohl das 1:0 der Kölnerinnen durch Lena Plank (40.) als auch das 2:0 von Daria Collas (64.) fielen nach Freistößen. Beide jeweils als Hereingabe ausgeführt und mit dem Kopf vollendet. Der dritte Treffer des 1. FC fiel dann in der Schlussphase nach einem Konter durch Meike Messmer (86.).

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„Wir haben eine junge Mannschaft, die sich noch im Lernprozess befindet. Da kommen solche Spiele schon mal vor, das ist normal. Zumal uns mit Yvonne Brietzke und  Madita Giehl zwei erfahrene Spielerinnen verletzungsbedingt fehlen“, schätzte Christoph Schaefer die erste Saisonniederlage nach dem Abstieg in die Regionalliga ein. Zuvor hatten die Borussia-Damen die ersten vier Partien der neuen Spielzeit allesamt gewonnen. In der Tabelle zieht die Zweitvertretung des 1. FC Köln damit an den Gladbacherinnen vorbei, die nun auf dem vierten Rang stehen. „Köln hat eine starke Mannschaft, die sicherlich ein Mitfavorit in dieser Saison ist“, sagte Schaefer. Schon 2019 wären die Kölnerinnen eigentlich in die 2. Bundesliga aufgestiegen, da in der gleichen Saison allerdings die erste Mannschaft des FC aus der Bundesliga abstieg, blieb dem Regionalliga-Team der Aufstieg verwehrt.

Für die Borussia geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den SV Budberg weiter.