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Radsport: Deutschlands erste inklusive Radtouristik in Nettetal​

Radtouristik „Zwischen Nette und Niers“ : Deutschlands erste inklusive Radtouristik in Nettetal

Handbiker gehören seit Jahren zum Starterfeld bei der Radtouristik „Zwischen Nette und Niers“. Nun haben sich die Organisatoren zudem überlegt, wie die Radtour inklusiv werden kann.

Am Samstag, 19. Juni, veranstalten die beiden Vereine RSC Panne Bracht aus Brüggen und der SC Union Nettetal die erste vollständig inklusive Radtouristik-Touren-Fahrten (RTF) in Deutschland für Menschen mit und ohne Behinderung. Bei ihrer Radtourustik „Zwischen Nette und Niers“ gehört es schon zum gewohnten Bild, dass neben den vielen Radfahrern auch die Sportler mit den liegenden Dreirädern, die sie mit Armkraft betätigen, teilnehmen. Doch wie ist es möglich, körperlich behinderten Sportlern die Teilnahme an einer Veranstaltung wie der Radtouristik zu ermöglichen? Diese Frage stellten sich die Vorsitzenden Wilfried Schmitz (Nettetal) und Hans Vyver (Bracht) und passten die Bedingungen so an, dass es jedem Radfahrer, ob mit Fahrrad oder Handbike, möglich ist, selbstständig an den Touren teilzunehmen. Dazu gehört auch, dass es im Start- und Zielbereich am Südwall in Bracht eine zusätzliche rollstuhlgerechte Toilette geben wird. Der Eingang zur Sporthalle ist bereits stufenlos. An jeder Kontrollstelle steht ein Rollstuhl bereit, falls die Handbiker mal aus ihren liegenden Sportgeräten aussteigen müssen. Gefahren wird auf drei verschiedenen Strecken über 41, 71 oder 111 Kilometer. Für Radsportler, die größere Einschränkungen haben oder gerade erst mit dem Sport beginnen, gibt es zudem eine kürzere Tour über 28 flache Kilometer. „Wie und ob das Angebot angenommen wird, wissen wir noch nicht“, sagt Vyver von RSV Panne Bracht. Wilfried Schmitz vom SCU ergänzt: „Es ist eine Premiere, die wir hier veranstalten. Eine inklusive RTF hat es im Bund Deutscher Radfahrer noch nie gegeben.“ 

Aber auch die Handbiker des SC Union Nettetal sind wieder bei der Radtouristik dabei – unter anderem mit Thorben van Ravenswaay. Der 30-Jährige erreichte kürzlich bei den deutschen Meisterschaften in Köln Platz sechs im Zeitfahren und belegte Rang zwei im Straßenrennen.