Prestige-Duell zwischen HTC Blau-Weiß Krefeld und Gladbacher HTC

Start in die neue Saison : „Bitterer Auftakt“ in der Tennis-Bundesliga

Der Gladbacher HTC gastiert am Sonntag zum Start der neuen Saison in der Tennis-Bundesliga beim HTC BW Krefeld – die Partie kann ein Wegweiser im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sein. GHTC-Teamchef Henrik Schmidt bringt eventuell seine Nummer eins: Philipp Kohlschreiber will den Klub nicht hängen lassen.

Die neue Bundesliga-Saison startet am Sonntag um 11 Uhr direkt mit einem Kracher: Zum Derby gastiert der Gladbacher HTC beim HTC Blau-Weiß Krefeld. GHTC-Teamchef Henrik Schmidt sagt dazu: „Wir freuen uns, aber es ist ein bitterer Auftakt. Das sind echt zwei der besten Mannschaften der Liga, dazu ist es ein echtes Prestige-Duell. Gladbach und Krefeld sind seit Jahren freundschaftlich miteinander verbunden, aber auf dem Platz erbitterte Gegner. Beide wollen oben mitspielen, und da will keiner den ersten Spieltag verlieren. Beide Mannschaften werden alle Top-Spieler holen, die sie kriegen können.“

Schmidt geht davon aus, dass Krefeld in Bestbesetzung antritt, er selbst kann mit Albert Ramos-Vinolas und Andrej Martin sicher planen. Auf Abruf befinden sich noch Aleksandr Nedovyesov und die Nummer eins, Philipp Kohlschreiber. „Kohli hatte dieses Spiel eigentlich nicht in seiner Vereinbarung mit uns, hat aber gesagt, dass er uns nicht hängen lassen wird, falls wir kein schlagkräftiges Team zustandebekommen“, sagt Schmidt. Fraglich ist, ob Marton Fucsovics nach seiner Fünf-Satz-Niederlage in Wimbledon schon fit für einen Einsatz auf Sand ist, gleiches gilt für Jiri Vesely.

Im Vorjahr hielt die Begegnung, was die Paarung versprochen hatte: Die Krefelder führten in Gladbach schon 3:0, so dass der GHTC mit Fucsovics mit dem Rücken zur Wand stand. Der Ungar hatte beim Stand von 4:5 und 15:40 im zweiten Satz sogar zwei Matchbälle gegen sich, eine Niederlage hätte den Sieg der Krefelder bedeutet. Doch Fucsovics drehte die Partie, und der GHTC gewann dann noch beide Doppel, so dass am Ende ein 3:3-Unentschieden stand. „Da wurde gefeiert, als ob wir Deutscher Meister geworden wären“, erinnert sich Schmidt.

Im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Vereins hätte der Tennis-Teamchef natürlich nichts dagegen, wenn seine Mannschaft den Titelgewinn aus dem Jahr 2016 wiederholen könnte. Realistisch sieht Schmidt den GHTC aber am Saisonende auf Platz vier oder fünf, was auch der Geldrangliste der Bundesligisten entspreche. „Wir haben einen Kader, der, wenn es super läuft, auch Erster oder Zweiter werden kann. Aber realistisch ist Platz vier oder fünf“, hatte Schmidt bereits im Interview mit unserer Redaktion gesagt. Die Partie in Krefeld kann aber bereits zum Start ein Wegweiser für beide Teams sein, in welche Richtung es gehen kann.

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