Spielerin des 1. PBC Neuwerk ist dreifache Deutsche Meisterin Christine Steinlage qualifiziert sich für die Poolbillard-EM

Poolbillard · Christine Steinlage vom 1. PBC Neuwerk sahnt bei den Deutschen Poolbillard-Meisterschaften in Bad Wildungen drei Goldmedaillen ab. Damit sammelt die 48-Jährige so viele Ranglistenpunkte, dass sie sich für die Europameisterschaft qualifizieren konnte.

  Die dreifache Deutsche Meisterin: Christine Steinlage vom 1. PBC Neuwerk hat sich in Bad Wildungen für die Pollbillard-EM qualifiziert. 

Die dreifache Deutsche Meisterin: Christine Steinlage vom 1. PBC Neuwerk hat sich in Bad Wildungen für die Pollbillard-EM qualifiziert. 

Foto: DBU | TOUCH www.billard1.net

Christine Steinlage ist eine erfahrene Poolbillard-Spielerin, seit 30 Jahren ist sie schon dabei, hat bereits an einigen Europameisterschaften teilgenommen – da sprang in der Vergangenheit sogar mal eine Bronzemedaille raus. „Das ist aber schon zehn Jahre her, deshalb wollte ich versuchen, mich jetzt mal wieder für eine EM zu qualifizieren“, sagt Steinlage, die für den 1. PBC Neuwerk antritt. Mit diesem Ziel nahm die 48-Jährige nun an den Deutschen Meisterschaften der DBU (Deutsche Billard-Union) im hessischen Bad Wildungen teil.

Zuletzt ging Christine Steinlage stets bei den Damen an den Start, legte zudem eine längere Pause ein, in der sie gar nicht bei den Deutschen Meisterschaften vertreten war. Weil der aktuelle Bundeskader der Damen – aus dem die Teilnehmer für die EM akquiriert werden – sehr stark sei, ist die PBC-Spielerin nun in diesem Jahr erstmalig in der höheren Altersklasse angetreten.

„Ab 44 Jahren darf man bei den ‚Ladies‘ an den Start gehen, das habe ich dieses Jahr das erste Mal gemacht, damit ich dort um die Qualifikation für die Europameisterschaft spielen konnte“, erklärt Steinlage. Und das gelang der 48-Jährigen mit Bravour. Steinlage war für alle vier Poolbillard-Diziplinen (8-, 9-, 10-Ball und 14.1) bei der DM qualifiziert: Während sie lediglich beim 9-Ball im Achtelfinale scheiterte, zog sie in den drei weiteren Disziplinen jeweils in das Finale ein. Im 10-Ball und 14.1 kassierte sie auf dem Weg ins Endspiel keine einzige Niederlage.

Und auch in den Finalduellen zeigte Steinlage keine Schwäche, gewann im 14.1 mit 60:11 gegen Si­grid Glatz (SC Dingolfing) und im 10-Ball mit 5:3 gegen Michaela Schorn (BC Colours Düsseldorf). Beim 8-Ball traf Steinlage im Finale auf Birgit Heidorn (BSG Hannover). „Das war die Titelverteidigerin aus dem letzten Jahr, und ich hatte bereits in einer der früheren Runden gegen sie verloren“, sagt Christine Steinlage. Über die Verliererrunde zog die Neuwerkerin dann aber doch noch ins Endspiel ein und sicherte sich dort beim 5:2 über Heidorn die insgesamt dritte Goldmedaille – dabei musste Steinlage sogar ein 0:2-Rückstand drehen.

Dank dieser drei Deutschen Meistertitel sammelte die 48-Jährige in Bad Wildungen so viele Ranglistenpunkte, dass sie sich für die Poolbillard-EM 2023 in Serbien qualifizieren konnte. „In der Ladies-Altersklasse schickt Deutschland vier Teilnehmerinnen – die anderen konnten bereits bei der EM 2022 Punkte sammeln, bei mir zählte nur das Ergebnis der DM“, erklärt Steinlage. „Daher mussten es schon diese drei Titel sein, damit ich mich sicher qualifiziere. Ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass es auf Anhieb so gut laufen wird und bin sehr glücklich.“

Ein wenig enttäuscht kehrte Martin Steinlage – Mann von Christine und zweiter Vorsitzender des 1. PBC Neuwerk – von der DM zurück. Im 10-Ball der Senioren stand der 51-Jährige im Finale und hatte den Sieg bereits griffbereit. „Den habe ich mir dann aber noch aus der Hand nehmen lassen. Das hat mich geärgert“, so Steinlage, der nach der 6:7-Niederlage im Endspiel immerhin die Silbermedaille feiern konnte.

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