Fußball: Polizei kickt Rheindahlen raus

Fußball : Polizei kickt Rheindahlen raus

Fast jeder Tag hat bei der Stadtmeisterschaft in diesem Jahr seine Überraschung. Gestern Abend schaffte es der B-Ligist Polizei SV in die Zwischenrunde. Neuwerk gewann die Gruppe, und so war für Rheindahlen Endstation.

Lukas Altmann ist beim Polizei SV nicht gerade als Torjäger bekannt. Selbst Stammzuschauer am Platz haben noch nie ein Tor von ihm erleben können, denn der 25-Jährige hat in fast sieben Senioren-Jahren noch nie ein Tor erzielt. Wenn Lukas Altmann dann bei der Hallen-Stadtmeisterschaft gleich zweimal zuschlägt, dann ist klar, dass etwas möglich ist. So kam es gestern Abend in der Jahnhalle dann auch. Gleich die beiden ersten Spiele gewann der Polizei SV, vor allem der zweite Sieg gegen den Bezirksligisten Neuwerk eröffnete die Chance auf das Weiterkommen.

Außenseiter trumpften auf

Der PSV war aber nur ein Teil des "Aufstandes der Kleinen", denn auch der SC Rheydt-Odenkirchen-Süd machte gegen den hohen Favoriten Rheindahlen auf sich aufmerksam, kam nach einem 2:4-Rückstand noch zu einem 5:5. Auch der SV Schelsen zeigte ordentliche Ansätze und wurde am Ende Vierter. Immerhin kamen die Schelsener gegen den PSV im zu einem hart umkämpften 2:2, bei dem der Polizei-Kicker Sascha Weinert drei Sekunden vor dem Ende zu Recht Rot sah.

Im letzten Spiel des PSV gegen Rheindahlen stand es 14 Sekunden vor dem Ende noch 2:2, was den achten Punkt und das Weiterkommen bedeutet hätte. Doch mit dem 3:2 von Okan Cerci begann bei der Mannschaft von Trainer Michael Koch das große Zittern.

Denn im letzten Spiel durfte aus PSV-Sicht nur eines nicht passieren: eine Rheindahlener Niederlage gegen Neuwerk mit einem Tor Unterschied. Während Bezirksligist Rheindahlen zumindest phasenweise gut agiert hatte, zeigte sich Liga-Rivale Neuwerk bis zum Gruppen-Finale eher enttäuschend.

Das Spiel selbst konnte indes wieder als Beweis dienen, dass man Fußball nicht planen kann. Nach nicht einmal fünf Minuten führte Neuwerk 3:0, nach dem 4:0 war klar, dass es für Rheindahlen nicht reichen würde. Am Ende kam es zwar noch zum 2:4, mehr gelang nicht mehr. "Natürlich wollten wir mit diesen Leuten in die Endrunde, aber unser Augenmerk liegt schon auf der Meisterschaft", erklärte Rheindahlens Coach Guido Knuppertz. Mehr Freude kam natürlich bei den Qualifizierten auf.

"Wir wussten schon, dass wir es können. Wenn in einer Gruppe keiner so recht durchmarschiert, kann ein gutes Spiel reichen", sagte Neuwerks Hallen-Interims-Trainer Olaf vom Ende. Und auch bei Lukas Altmann war die Stimmung bestens. "Wir sind es locker angegangen und hatten damit Erfolg. Unser Dank geht auch an Odenkirchen-Süd, das uns durch das 5:5 gegen Rheindahlen am Leben gehalten hat", sagte der glückliche Doppel-Torschütze.

(RP)