Lokalsport : Pleiten im Hinterkopf

Nach dem jüngsten 1:8 hat Landesligist Jüchen gehörig Selbstkritik betrieben. Odenkirchen will derweil nach einem 1:4 zurück in die Spur.

Wie findet man eigentlich nach einer schlimmen sportlichen Klatsche wieder in die Spur? Dieser Frage haben sich in dieser Woche die beiden Landesligisten aus Jüchen und Odenkirchen stellen müssen. Jüchen war schließlich am vergangenen Sonntag gegen das Spitzenteam aus Baumberg 1:8 unter die Räder gekommen, Odenkirchen mit seiner 1:4-Niederlage beim Duisburger SV 1900 auch nur ein wenig besser davongekommen.

Nun sieht die theoretische Lage für 05/07 mit Blick auf den kommenden Spieltag aber irgendwie keineswegs besser aus. Denn mit dem FSV Duisburg kommt immerhin die Mannschaft, die am vergangenen Sonntag Spitzenreiter Rhede 4:2 schlagen konnte. "Ich habe diese Mannschaft beobachtet. Sie verfügt über schnelle Spieler, und alle sind fußballerisch sehr stark", sagt Trainer Kemal Kuc. Dazu verfügen die Gäste in Almir Sogolj, der schon zehn Tore erzielt hat, über einen Torjäger der Extraklasse.

Will Odenkirchen in die Spur kommen, dann muss also vor allem die Hoffnung helfen. Denn gefühlt sind mehr Spieler verletzt als einsatzbereit. "Ich hoffe, das Ferdi Berberoglu, Sercan Salgin und Dennis Hansen schon am Sonntag wieder dabei sein können", sagt Kuc. Sollte es übermprgen nicht zu einem Punktgewinn langen, bleibt zumindest die Hoffnung, dass nach dem kommenden spielfreien Wochenende der Kader wieder vollständig zur Verfügung stehen wird.

Bessere Möglichkeiten hat da derweil Jüchen, wieder zurück in die Spur zu kommen. Beim Dienstag-Training nahm sich Trainer Dicky Otten viel Zeit, um die Ursachen der deprimierenden 1:8-Niederlage zu analysieren. "Die Jungs haben schon erkannt, dass sie sich an die eigene Nase fassen müssen", sagte er hinterher. Erkannt wurde jedenfalls, dass etlichen Leidenschaft und Herzblut gefehlt hatten. Allein diese Selbsterkenntnis könnte schon ein erster Schritt sein, um am Sonntag in Remscheid energischer aufzutreten. "Remscheid steht in der Tabelle zwar unter uns, aber das bedeutet in dieser Liga gar nichts. Auf einem Bein kann man keine Mannschaft in dieser Klasse aus dem Stadion schießen", sagt Otten. Das dürfte auch bei seinen Spielern angekommen sein. Bereits im Training war zu erkennen, dass sich jeder für die Startformation empfehlen wollte. Vielleicht steht der Abwehrverband auch wieder sicherer, wenn Phillip Reichartz aus den Flitterwochen zurück ist und zur Verfügung steht. "Er ist für uns schon ein wichtiger Akteur, gerade in der augenblicklichen Situation", sagt Otten. Mit einem Punktgewinn in Remscheid könnte Jüchen weiter recht gelassen nach vorn blicken.

Kommen Odenkirchen und Jüchen indes beide nicht wieder in die Spur, dann stecken beide Teams anschließend unbestritten mitten im Überlebenskampf.

(RP)
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