Lokalsport: Peltzer hat Jüchens Abwehr Halt gegeben

Lokalsport : Peltzer hat Jüchens Abwehr Halt gegeben

Yannick Peltzer würde am liebsten in die Luft gehen. Einmal, weil er einen Flug in die USA gebucht hat. Der ist aber kurzfristig wegen der Insolvenz von Air Berlin gestrichen worden. Das ärgert Jüchens Kapitän, wird aber vielleicht Trainer Michele Fasanelli freuen, denn der Abwehrchef wird am Sonntag dringend gegen Heiligenhaus gebraucht.

Peltzer hat vor allem Jüchens Abwehr bisher sehr viel Halt gegeben, der 29-Jährige spielt wohl eine seiner besten Spielzeiten. Mit ihm hat sich auch Jüchen stark verbessert. Das Punktekonto hat vor dem neunten Spieltag in der Landesliga noch nie so positiv ausgesehen. "Das ist aber das Verdienst der gesamten Mannschaft. Vor allem durch die Neuzugänge sind wir stärker geworden", sagt Peltzer.

Allerdings ärgert er sich auch darüber, dass man gegen vermeintlich schwächere Gegner unnötig Punkte vergeben hat: "Niederlagen wie gegen MSV Düsseldorf, Mettmann oder in Remscheid waren absolut überflüssig", findet der Abwehrchef. Denn die Verjüngung des Kaders scheint besser zu gelingen als zuvor angenommen. "Die Neuzugänge haben sofort in unser System gefunden. Sie helfen uns weiter. Allerdings möchte ich wegen der dummen Niederlagen nicht von einem guten Start sprechen", sagt Peltzer selbstkritisch.

Ob er Sonntag mitspielen kann, ist noch nicht sicher, wäre aber für Jüchen besser. "Heiligenhaus hat mit Christian Schuh einen Torjäger der Extraklasse. Wenn ich meine Abwehr nicht umstellen muss, wäre ich sehr froh", sagt Trainer Fasanelli. Auf jeden Fall steht ihm wieder Danny Hepner als Sturmspitze zur Verfügung. "Es wird ein heißer Tanz werden, und ich hoffe, dass wir noch einmal so auftrumpfen können wie beim 2:0 gegen Velbert", sagt Jüchens Trainer.

In Urlaub fahren will Yannick Peltzer auf jeden Fall noch. Vielleicht findet er noch Wege, noch an die Westküste der USA zu kommen, weil er auch dort schon Buchungen vorgenommen hat, die nicht so einfach kostenlos gestrichen werden können. "Vielleicht reicht es für Sonntag noch, dann bin ich aber 18 Tage weg", sagt Jüchens Abwehrchef.

(zeit)
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