Paula Schneiders vom LAZ Mönchengladbach ist bei der U20-EM in Boras

Leichtathletik : Schneiders kämpft um eine EM-Medaille

Die Athletin des LAZ startet in Boras bei den U20-Europameisterschaften über 3000 Meter Hindernis. Mit ihrer Bestzeit aus Wetzlar steht die 18-Jährige auf Rang zwei der europäischen Jugendrangliste, ein Platz unter den ersten Sechs ist das Ziel, eine Medaille ihr großer Traum. Ihre Trainer trauen der Abiturientin das vollkommen zu.

Paula Schneiders vom LAZ Mönchengladbach ist von Donnerstag bis Sonntag bei den U20-Europameisterschaften im schwedischen Boras. Hier geht sie zum vierten Mal im Nationaltrikot an den Start. Vergangenes Jahr war sie bei U18-EM über 2000 Meter Hindernis und holte Bronze, bei den Olympic-Games in Buenos Aires schaffte sie Platz sechs in der Kombination von Cross und Hindernislauf, im Dezember verbuchte sie bei der U20-Cross-EM im niederländischen Tilburg mit dem deutschen Team Platz acht in der Mannschaftswertung.

Souverän qualifizierte sich die 18-Jährige vor vier Wochen bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar über die 3000-Meter-Hindernisstrecke für den internationalen Jugendhöhepunkt. Sie gehört hier zum engsten Kreis der Favoritinnen. Mit ihrer Zeit aus Wetzlar (10:14,03) steht sie momentan auf Rang zwei der europäischen Jugendbestenliste. „Doch die Konkurrenz liegt hier sehr eng zusammen“, erzählt sie. Schneiders, die in diesem Jahr auch überraschend Deutsche Crosslauf-Meisterin der Jugend U20 wurde, geht optimistisch in den Wettkampf. „Ein Platz unter den besten Sechs ist mein Ziel. Eine Medaille wäre mein großer Traum“, sagt sie, die zum Nachwuchskader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gehört.

Dabei hat die frischgebackene Abiturientin die erste Hürde sozusagen kampflos genommen: Aufgrund der Meldezahlen wird auf die Austragung von Vorläufen bei der EM verzichtet. Somit geht es für sie am Samstag im Endlauf um 17:33 Uhr um eine gute Zeit und eine Platzierung möglichst weit vorne. Ihre treuesten Fans sind vor Ort: Ihre Eltern fuhren mit dem Wohnwagen nach Boras. Ihr Trainer Johannes Gathen flog am Mittwoch dorthin. Er ist mit der Entwicklung seiner Athletin von 2000 Meter auf 3000 Meter Hindernis mehr als zufrieden: „Ich traue Paula aufgrund ihres guten Trainingszustandes eine weitere Steigerung zu.“ Der DLV-Bundestrainer Georg Lehrer ist zuversichtlich: „Paula läuft um eine Medaille vorn mit.“

Nach ihrem Wettkampf bleibt Schneiders noch etwas vor Ort, um sich eine Verschnaufpause zu gönnen. Sie verzichtet auf einen Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm ein Woche darauf (26. bis 28. Juli) und startet stattdessen bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer und Frauen in Berlin (3./4. August). Hier trifft sie im direkten Vergleich auf ihr großes Vorbild: Gesa Felicitas Krause (Trier), die den Deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis mit 9:11,85 Minuten hält. Schneiders kann auch bei den großen Deutschen vorn mitlaufen, weil sie bei den Frauen in Deutschland zu den Top Ten gehört.