Hockey : Optimismus zum Start

Die Zweite Feldhockey-Bundesliga nimmt heute wieder den Spielbetrieb auf. Der RSV will aufsteigen, der GHTC kämpft noch gegen den Abstieg. Beide Trainer sind nach gelungener Vorbereitung guten Mutes.

Knapp drei Monate sind seit dem letzten Pflichtspiel vergangen. Mitte Januar endete für Gladbachs Hockey-Teams die Hallensaison. Da ist klar, dass Rheydter Spielverein und Gladbacher HTC nun kräftig mit den Hufen scharren. Heute startet die Zweite Feld-Bundesliga nach halbjähriger Winterpause in ihre zweite Saisonhälfte. Und die beiden hiesigen Teams haben mit den letzten beiden Vorrundenspielen gleich richtungsweisende Aufgaben vor der Brust.

"Die Vorbereitung lief richtig rund. Wenn die Mannschaft nun mit dem nötigen Ernst in die Spiele geht, werden wir viele Punkte holen", sagt RSV-Trainer André Schiefer vor den Partien beim RTHC Leverkusen (heute, 17 Uhr) und bei Blau-Weiß Köln (morgen, 12 Uhr). Während Schiefer das heutige Spiel zu den "Pflichtaufgaben" zählt, ist die Begegnung mit den Kölnern eine absolute Spitzenpartie: Der Tabellenführer empfängt den Verfolger. "Auch wenn es noch viele Spiele gibt, sollten wir in Köln nicht verlieren", so Schiefer. Schließlich soll nach dem überraschenden Erstliga-Aufstieg in der Halle auch der Sprung ins Oberhaus auf dem Feld gelingen.

Australier Phillips ist weg

Diese Aufgabe geht der RSV beinahe unverändert an. Nicht eingeplant war der Weggang des australischen Verteidigers Matthew Phillips, der nach dem 1. April noch für seinen Heimatverein antrat und so für den RSV jetzt nicht spielberechtigt ist. "Dafür sind andere in die Bresche gesprungen. Jan Brügge und Mathis Steindor machen das in der Verteidigung gut", sieht der Trainer das Positive. Überhaupt sei die Stimmung beim viertägigen Trainingslager in Polen super und die letzten Testspiele sehr gut gewesen.

Sein Kollege beim GHTC schaut ebenfalls auf eine gelungene Trainingsphase zurück. "Im letzten Sommer hatte ich nur zwei Wochen mit dem Team. Jetzt sind wir viel besser vorbereitet", sagt Andrew Meredith, der mit seiner Mannschaft ebenfalls nach Köln (heute, 16 Uhr) und Leverkusen (morgen, 12 Uhr) fährt. "Und nächste Woche wartet das Derby mit dem RSV. Das sind drei tolle Aufgaben, nach denen wir wissen, in welche Richtung es geht", so Meredith.

Derzeit ist der GHTC, Erstliga-Absteiger des Vorjahres, Drittletzter und damit wieder nahe der Abstiegsränge. Er hat allerdings auch nur vier Punkte Rückstand auf Platz drei. "Wir können jeden in der Liga schlagen, wenn wir gut drauf sind. Nur müssen wir mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen", sagt der Australier. Keine leichte Aufgabe für ein junges Team, das in nächster Zeit ohne Jan Empen (Kreuzbandriss) und Marcus Funken (Pfeiffersches Drüsenfieber) auskommen muss, dafür aber nochmals eine Blutauffrischung erhalten hat. Gleich sechs Nachwuchsspieler der zuletzt so erfolgreichen B-Jugend stoßen zum Herren-Team. Zudem verstärkt der australische Stürmer Brad Dempster den GHTC. "Er war bereits vor fünf Jahren mal bei uns und wird den Rest der Saison hier spielen", sagt Axel Grambusch, der den zuletzt vakanten Posten des Teammanagers übernommen hat.

Witthaus-Coup klappte nicht

Den Krefelder Nationalspieler Matthias Witthaus, der aus Spanien zurückkehrt und heiß umworben ist, konnte Grambusch nicht zu seinem Einstand präsentieren. "Wir haben über eine Verpflichtung nachgedacht, sie war aber letztlich nicht realisierbar. Bei uns wachsen die Bäume nicht in den Himmel", sagt Grambusch. Die Vorfreude auf den Start ist aber auch ohne solch einen Coup ungebrochen.

(RP)
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