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Fußball: Odenthal freut sich über das i-Tüpfelchen

Fußball : Odenthal freut sich über das i-Tüpfelchen

Wenn Borussias U23 am Samstag (14 Uhr) im Grenzlandstadion den Aufsteiger SC Idar-Oberstein empfängt, dann wird mit Maik Odenthal nach einwöchiger Verletzungspause ein junger Mann wieder mit von der Partie sein, der eine erstaunliche Entwicklung hinter sich hat.

Erst im Sommer kam er als einziger externer Zugang der U 23 aus der A-Jugend des Bonner SC — und spielte da eigentlich im linken Mittelfeld. Dann hatte Trainer Sven Demandt die Idee, ihn als Linksverteidiger auszuprobieren, und das klappte auf Anhieb gut.

"In den ersten Spielen habe ich mich noch etwas unsicher gefühlt, aber das wurde dann schnell besser. Ich habe auch viele Tipps von den Mitspielern bekommen, die mir geholfen haben", sagt Odenthal, der sich inzwischen durchaus vorstellen kann, auf der defensiven Position heimisch zu werden.

Der 18-Jährige hatte in der C-Jugend schon einmal ein Probetraining bei Borussia absolviert. "Da habe ich mich aber wegen der Schule und der Freunde noch gegen den Schritt entschieden", sagt Odenthal, der aus Grevenbroich stammt. Das Jahr in Bonn war dann das erste bei einem großen Verein. "Das habe ich für mich als letzte Chance gesehen, den Sprung zu schaffen."

Und das schien in den Spielen der A-Junioren-Bundesliga gegen Borussia gut funktioniert zu haben. "Ich hatte auch andere Angebote, doch in Gladbach war für mich die Perspektive am besten. Dass es jetzt gleich so gut läuft, ist natürlich das i-Tüpfelchen", erklärt er.

Als einziger externer Neuzugang hat die Integration erstaunlich gut funktioniert. Das gilt auch für den Erfolg der ganzen Mannschaft, die erst jüngst ein kleines Tal durchläuft. "Ob wir jetzt aber gegen Idar-Oberstein oder einen anderen Gegner spielen, ist nicht entscheidend. Wir müssen jeden schlagen und 90 Minuten lang Gas geben."

Das große Ziel formuliert er wie viele seiner Kollegen. "Wir wollen wie im Vorjahr so lange wie möglich oben mitspielen", fügt dann aber hinzu: "Wenn am Ende der Aufstieg steht, wäre das natürlich sensationell. Denn dafür stehen wir eigentlich alle auf dem Platz." Auch sein Trainer Sven Demandt hat in der aktiven Zeit zweimal als linker Verteidiger gespielt, sieht diesen Versuch aber als gescheitert an.

"Wenn ich es mir noch mal aussuchen könnte, wäre ich gerne wieder Stürmer. Aber gleich danach linker Verteidiger. Davon gibt es immer noch zu wenige gute. Auch in der Bundesliga." Und Odenthal könnte zu einem verfrühten Geburtstagsgeschenk für sich selbst beitragen. Am Montag wird er 19 Jahre alt.

(RP)