Lokalsport: Odenkirchen und Jüchen sind eng verbunden

Lokalsport : Odenkirchen und Jüchen sind eng verbunden

Am Donnerstagabend steigt das Landesliga-Derby.

Wenn es zwischen zwei Landesligisten enge Verbindungen und viele Gemeinsamkeiten gibt, dann zwischen Odenkirchen 05/07 und dem VfL Jüchen-Garzweiler. Die Entfernung zwischen beiden Klubs beträgt nur 7,3 Kilometer, die man in elf Minuten bewältigen kann. Zum FC muss Odenkirchen 14 Minuten einkalkulieren. Nach Nievenheim benötigt Jüchen für 25 Kilometer 30 Minuten. Eng verbunden sind Spieler und Vorstandsmitglieder durch den Kegelklub "De Knöser" und letztlich auch durch etliche Spielertransfers, die allerdings meist einseitig von Odenkirchen nach Jüchen verliefen.

Jüchen schnuppert erst seit drei Jahren Landesligaluft und spielte im ersten Jahr in Gruppe 2, Odenkirchen in Gruppe 1. Dennoch wäre es beinahe am Saisonende zu einem ersten Aufeinandertreffen in dieser Spielklasse gekommen, denn beiden drohte die Relegation. Beide konnten dieses Schicksalsspiel vermeiden und spielen seitdem gemeinsam in Gruppe 1. Der Weg beider Mannschaften ist danach weiter von einigen Parallelen begleitet. In der Saison 2016/2017 sorgten sich Jüchen und Odenkirchen wieder um den Klassenerhalt. Jüchen musste dabei etwas länger zittern. Es trennten dann die beiden Klubs nur zwei Tabellenplätze.

Solche Sorgen plagen beide Vereine in dieser Spielzeit nicht. Den Klassenerhalt haben beide sicher in der Tasche, für beide könnte es zum Abschluss einstellige Tabellenplätze geben. Zufällig ist diese Entwicklung keineswegs. Odenkirchen hat sich unter Trainer Kemal Kuc spielerisch enorm verbessert, kam sogar phasenweise den Spitzenmannschaften der Liga sehr nahe. In Jüchen hat Trainer Michele Fasanelli dafür gesorgt, dass der verstärkte Kader inzwischen jedem Gegner große Probleme bereiten kann, allerdings fehlt noch ein wenig die Stabilität, die aber auch wegen akutem Personalmangel in Odenkirchen abhanden gekommen ist.

In der Rückrunde holte Odenkirchen bisher nur 16 statt wie in der Hinrunde 32 Punkte. Dabei verlor man gegen die Spitzenteams nicht mehr, wurde aber zum Punktelieferant für abstiegsbedrohte Teams. Sechs Zähler verschenkte man in dieser Saison förmlich an Benrath, aber dem Tabellenletzten kam auch Jüchen ebenfalls sehr entgegen und verlor das Rückspiel 2:4.

An diesem Donnerstag werden sich an der Beller Mühle zwei wohl gleichwertige, engagierte und motivierte Teams gegenüberstehen. Der sportliche Ehrgeiz wird dabei im Vordergrund stehen, weil jedes Team unbedingt gewinnen will. "Für uns wird es Zeit, dass wir nach elf Spielen wieder gewinnen. Das Dutzend müssen wir nicht vollmachen", sagt Odenkirchens Trainer Kemal Kuc, der wahrscheinlich nur bedingt seine Bestbesetzung aufs Feld schicken kann. Seinem Kollegen Michele Fasanelli geht es zumindest personell deutlich besser. "Wir sind gut in der Spur. Gerne würde ich in den verbleibenden beiden Spielen noch die 22 Punkte holen, die wir uns in der Hinrunde auch schon erspielt haben. Uns fehlt noch ein Punkt", sagt Fasanelli.

(RP)
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