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Oberliga: So läuft die Vorbereitung beim 1. FC Mönchengladbach

Testspiele mit schweren Voraussetzungen : So läuft die Vorbereitung beim 1. FC Mönchengladbach

Nach den turbulenten Wochen hatte der 1. FC Mönchengladbach angekündigt, dass die Vorbereitung weitestgehend normal ablaufen soll. Davon konnte aber aus unterschiedlichen Gründen am ersten Testspielwochenende keine Rede sein.

Der 1. FC Mönchengladbach hat turbulente Wochen hinter sich: Nach der Entlassung von Chefcoach Stephan Houben – und der Entscheidung von Co-Trainer Timo Rheindorf und Torwarttrainer Dirk Meier daraufhin ihr Amt freiwillig niederzulegen – stand ein Rückzug der Oberliga-Mannschaft im Raum. Dies konnte nach einem klärenden Gespräch zwischen Verein und Mannschaft allerdings abgewendet werden. Eine Fortsetzung des Oberliga-Betriebes hatte Präsident Christian Oh daran geknüpft, dass sich das Team bei der Organisation mehr selbst einbringt. „Das hat die Mannschaft zugesagt, obwohl ich schon den Eindruck habe, dass das ein dickes Brett für die Mannschaft zu sein scheint.“

Mit dem neuen Trainerduo Amin Fadel, zuvor Coach der B2-Junioren, und Rudolfo Torrens, der als Verantwortlicher der Reservemannschaft aufgerückt war, soll sich das Team nun auf die zweite Spielhälfte in der Oberliga Niederrhein vorbereiten. Vereinspräsident Oh hatte angekündigt, dass die Vorbereitung wie geplant ablaufen soll: „Die Testspielgegner der Vorbereitung hat Amin alle kontaktiert, bis auf eine Partie sollen die Spiele alle wie geplant über die Bühne gehen“, so Oh.

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Und so fanden am Wochenende gleich zwei Testspiele für den 1. FC statt – allerdings dann doch nicht so, wie es sich die Westender vorgestellt hatten. Denn die Mönchengladbacher mussten die Partien mit einem arg dezimierten Rumpf-Kader antreten. Vor allem am Samstag beim Gastspiel gegen die Spvg. Frechen waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Angefangen auf der Trainerposition, da sowohl Amin Fadel (gesundheitliche Gründen) als auch Rodolfo Torrens (berufliche Gründe) nicht zur Verfügung standen. Auch der ehemalige Sportlicher Leiter und nun Vize-Präsident Tito Thissaidis konnte nicht aushelfen, sodass Siegfried Finken – seit einer Woche neuer Teammanager beim 1. FC – und Präsident Christian Oh am Samstag selbst an der Seitenlinie standen. Und auch der Kader bot wenig Raum für Alternativen: Gleich 15 Spieler fehlten in Frechen aus unterschiedlichen Gründen – Krankheit, Verletzung, Urlaub, Nationalspieler – sodass die Mönchengladbacher im ersten Test am Wochenende gegen die Spielvereinigung mit lediglich zwölf Akteuren antraten. Darunter zwei Torhüter und vier U19-Spieler. Als sich nach 20 Minuten auch noch Neuzugang Stojan Jankovic am Oberschenkel verletzte, wurde Torwart Solomon Martins eingewechselt – Schlussmann Cameron Kemp verließ dafür seinen Kasten und agierte das restliche Spiel über als Stürmer.

Immerhin: Das verbliebene Mini-Aufgebot schlug sich gegen den Mittelrheinligisten mehr als achtbar und unterlag am Ende durch einen Treffer von Mehrschad Kardan (16.) nur 0:1. „Bedauerlicherweise fehlte wohl einfach die Kraft, um einen der vielen Angriffe erfolgreich abzuschließen. Aber das spielt keine Rolle. Die Truppe hat sich dennoch überragend präsentiert“, schreibt der 1. FC auf seiner Internetseite.

Mit ähnlichen Personalsorgen ging es einen Tag später für die Mönchengladbacher bei Victoria Mennrath weiter. Im Gegensatz zur Partie in Frechen war nun aber immerhin das Trainerduo Amin Fadel und Rudolfo Torrens an der Seitenlinie dabei. Der Bezirksligaspitzenreiter hatte in der ersten Halbzeit ein wenig mehr Spielanteile als die Westender, die nur Ersatztorhüter Jan Yaldo auf der Reservebank hatten. Trotzdem hielt – wenn auch ein wenig glücklich – die Null zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Mennrath den Druck auf das FC-Tor und kam in der 59. Minute durch Paul Szymanski zur längst überfälligen Führung. Auch in der Folgezeit hatte Mennrath wesentlich mehr Torchancen zu verbuchen, doch oft genug stand FC-Goalie Salomon Martins, der nach seinem Ausflug aufs Feld nun wieder zwischen den Pfosten stand, dem Torerfolg im Weg.

Typisch Mennrath, die zu offensiv ausgerichtet waren und dabei Lücken im Abwehrverbund aufwiesen, die der Oberligist dann ausnutzte. Zunächst traf Tomi Alexandrov (74.) zum Ausgleich, Ryo Iwata markierte vier Minuten vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer. Für FC-Trainer Amin Fadel war es nach überstandener Corona-Infektion das erste Spiel für die Westender an der Seitenlinie: „Unter den gegebenen Umständen mit drei Spielern aus der Reserve und vier U19-Spielern stimmt es positiv, wie sich die Jungs gegen die Niederlage gestemmt haben“, so Co-Trainer Rudolfo Torrens, der für zwei Wochen das Training leitete. Fadel schloss sich der Meinung seines Assistenten an.