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Lokalsport: NRW-Nachwuchskegler ermitteln in Rheydt ihre Meister

Lokalsport : NRW-Nachwuchskegler ermitteln in Rheydt ihre Meister

Michelle Welland und Robin Graes haben die Mixed-Konkurrenz gewonnen. Die beiden 18-Jährigen wehren sich gegen das Kneipen-Klischee und fahren nun zur Deutschen Meisterschaft.

Es klang bei der Siegerehrung für die Meister und Platzierten aus dem Keller der Jahnhalle (mit acht Kegelbahnen), ein dreifaches "Gut Holz, Gut Holz, Gut Holz", wie es von jeder Kegelbahn hätte klingen können. Doch das trog: Hier ermittelte die Jugend von Nordrhein-Westfalen ihre Meister. Mit kontrolliertem Schwung sausten bei ihren Westdeutschen Meisterschaften im Keller Kugeln über die Bahn. Das Ziel war: alle Neune abräumen. Jubel brach aus, wenn alle auf Anhieb fielen. So einfach ist das nicht, alle Kegel auf einmal flachzulegen. Das bedarf eines guten Auges. Die Kegel standen gleichmäßig in Form eines Quadrats. Das steht auf der Spitze und bildet eine Raute. Die Jugendlichen hatten ihre Finalkämpfe in der Teamwertung als auch tags darauf in der Einzelwertung, nachdem sie in der Woche zuvor hier schon die Qualifikationen hatten. Ausrichter war die Kegler-Vereinigung Rheydt 1926. "Wir richteten die Meisterschaften das erste Mal aus. Die hat es bisher bei uns noch nie gegeben", sagte Geschäftsführer Bernd Keßmeier.

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Sein Verein zählt 25 Mitglieder und ist hier zu Hause. Über ein Jahr trafen die Rheydter die Vorbereitung für diese Meisterschaft. Sie mussten auch noch extra zwölf weitere neue Kugeln anschaffen. Der Ausrichter hatte keine Teilnehmer am Start. "Wir haben neu angefangen, unsere Jugendlichen sind noch nicht so weit", sagte Keßmeier.

Der besondere Kick für die Jugendlichen bei diesen Titelkämpfen ist die Qualifizierung für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Nordhorn. Westdeutscher Meister im Mixed wurden die beiden 18-jährigen Michelle Welland und Robin Graes (beide KV Gütersloh-Rheda) in ihrer Altersklasse. Sechsmal schafften sie die vollen neun Holz und das beste Bahnergebnis: 171 bei 30 Kugeln. Und da die Meisterschaft mit wechselnden Bahnen (4 x 30 Kugeln) über 120 Kugeln ging, schafften sie insgesamt 619 Holz. "Das ist unser erster gemeinsamer Titel. Zwischen uns beiden stimmt die Chemie. Wir sind ein eingespieltes Team", sagten sie übereinstimmend. "Es ist schade, dass beim Kegeln immer noch das Kneipen-Klischee vorherrscht. Viele meinen, das wäre kein Sport. Wer Kegeln einmal richtig kennenlernt und als Leistungssport betreibt, wird schnell eines Besseren belehrt", meinten die beiden, die jetzt für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert sind.

(off)