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Niederrheinpokal: Wie sich Neuwerk auf die Fans von Rot-Weiß Essen einstellt

Knallerspiel im Niederrheinpokal : Wie sich Neuwerk auf die RWE-Fans einstellt

„Spiel des Jahrzehnts“ nennen die Sportfreunde Neuwerk das Duell im Niederrheinpokal gegen Rot-Weiß Essen. Der Regionalligist bringt bekanntlich viele und vor allem leidenschaftliche Fans mit. So bereiten sich die Verantwortlichen in Neuwerk auf das große Spiel vor.

Es ist das Traumlos schlechthin für die Sportfreunde Neuwerk. Der Bezirksligist trifft in der 2. Runde des Niederrheinpokals auf den stark aufspielenden Regionalligisten RW Essen, der mit aller Macht am Ende dieser Spielzeit in die Dritte Liga aufsteigen möchte.

Für den Mönchengladbacher Verein – welcher sich in den letzten vier Jahren dreimal für den Niederrheinpokal qualifizieren konnte – und seine Spieler wird das Pokalmatch am kommenden Mittwochabend ein einmaliges Erlebnis in der 115-jährigen Vereinsgeschichte werden. Dennoch bedeutet dieses „Spiel des Jahrzehnts“, wie der 1. Vorsitzende Roger Neumann das Duell gegen die Mannschaft von der Hafenstraße nennt, auch eine Menge Arbeit.

 Neuwerks Vorsitzender Roger Neumann zeigt die Anlage, für die in Abstimmung mit Stadt, Ordnungsamt und Polizei ein Sicherheitskonzept erstellt wurde. U.a. muss es einen separaten Gästeeingang geben.
Neuwerks Vorsitzender Roger Neumann zeigt die Anlage, für die in Abstimmung mit Stadt, Ordnungsamt und Polizei ein Sicherheitskonzept erstellt wurde. U.a. muss es einen separaten Gästeeingang geben. Foto: Heiko van der Velden

Besonders glücklich zeigte sich der zweifache Familienvater über die Tatsache, dass das Spiel überhaupt in Neuwerk stattfinden kann. „Wir mussten die Stadt Mönchengladbach, das Ordnungsamt und auch die Polizei von unserem Sicherheitskonzept überzeugen, da wir das Erlebnis unbedingt auf unserer eigenen Anlage austragen wollten. Wir nehmen daher gerne die Anstrengungen dafür auf uns.“, so Neumann.

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Zu dem Sicherheitskonzept gehört unter anderem die Trennung der Fanlager mit separaten Eingängen. So gelangen die Fans der Essener rechts von der Krahnendonkhalle durch das Tor zur Platzanlage. Die Heimfans nehmen dagegen über den „Kirmesplatz“ den Weg zum Haupteingang. Ordner weisen dort den Autofahrern auch einen Parkplatz zu. Derweil hofft Neumann in der näheren Umgebung den Zuschauern einen weiteren Parkplatz zur Verfügung stellen zu können. Auch der Einsatz einer Erhöhung für die Zuschauer im Gästebereich wird derzeit noch geprüft. Auf der Platzanlage sollen Bauzäune die Fans voneinander trennen. Zusätzlich kommen hier auch sogenannte Drängelgitter zum Einsatz. Getränke dürfen nur in Plastikbecher verkauft werden.

Insgesamt sichern 50 Ordner das Spiel ab. Mit dabei auch einige Sicherheitsmitarbeiter der Firma Securitas, die bei den Heimspielen der Rot-Weißen in Essen zum Einsatz kommen. „Wir haben Securitas bewusst engagiert, da diese ihre Fans auch kennen. Diese unterstützen uns bei der Einlasskontrolle der Gäste und im Block. Auf Seiten der Neuwerker kommen dabei unter anderem Spieler der übrigen Seniorenmannschaften und Trainer der Jugendmannschaften zum Einsatz. Der Zusammenhalt im Verein zeigt sich an dieser Stelle wieder einmal hervorragend.“

Bei den Kosten muss der Bezirksligist derzeit in Vorleistung gehen, um alle Auflagen aus dem Sicherheitskonzept zu erfüllen, um auch dem doch sicherlich großen Zuschauerandrang gerecht zu werden. „Gott sei Dank konnten wir einige Sponsoren gewinnen, die mit uns dieses tolle Event teilen möchten. Wir sind daher äußerst glücklich, dass wir hier die Unterstützung unserer Sponsoren erfahren, die größtenteils aus dem Ort kommen“, sagt der Vorsitzende Roger Neumann.

 Rot-Weiß Essen hat für das Niederrheinpokalspiel bei den Sportfreunden Neuwerk 300 Tickets bekommen. Der Verein ist für seinen leidenschaftlichen Anhang bekannt.
Rot-Weiß Essen hat für das Niederrheinpokalspiel bei den Sportfreunden Neuwerk 300 Tickets bekommen. Der Verein ist für seinen leidenschaftlichen Anhang bekannt. Foto: Heiko van der Velden

Derzeit sind 1000 Tickets in den Verkauf gestartet, von denen Freitagmorgen bereits 400 Karten an heimische Zuschauer verkauft wurden. Der Regionalligist aus Essen hat bislang 300 Tickets aus Neuwerk bekommen und wird diese separat an seine Fans verkaufen. Die Anzahl lässt sich bei Bedarf auch noch erhöhen. Zwar wird es auch eine Abendkasse geben, allerdings hofft Neumann, das möglichst viele Zuschauer den Vorverkauf nutzen. Ein Ticket kostet zehn Euro (sechs Euro ermäßigt). An der Abendkasse wird ein Aufschlag von zwei Euro erhoben.

Ob auch Pendelbusse zum Einsatz kommen werden, hängt derzeit von der Anzahl der Fans aus Essen ab, die den ÖPNV nutzen wollen. „Wir stehen derzeit im ständigen Austausch mit Damian Jamro von RWE, der dort für das Ticketing zuständig ist. Wir haben eine Anfrage an die NEW vorsorglich aber auch schon gestellt“, erklärt Neumann, der zur genauen Absprache im Laufe dieser Woche auch persönlich vor Ort in Essen war.

 Die Anlage in Neuwerk.
Die Anlage in Neuwerk. Foto: Heiko van der Velden

Zur Verköstigung stehen an diesem Abend jeweils drei Essens- und Getränkestände den Zuschauern zur Verfügung. Eine zusätzliche Toilettenmöglichkeit wird vom Verein im Gästebereich geschaffen. Beim Spiel selber sorgen neben einem Polizeiaufgebot auch Feuerwehr, Rettungswagen und das Rote Kreuz für die nötige Sicherheit.

„Ich denke, das wir ganz gut aufgestellt sind für dieses Spiel und hoffen, dass wir alle einen tollen Pokalabend haben werden“, so Neumann, der weiter ergänzt: „Es wäre schön, wenn auch das Wetter mitspielen würde, damit vielleicht noch ein paar Zuschauer mehr den Weg zu uns finden.“