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Niederrheinpokal: Jüchen und Neuwerk wollen Oberligisten rauswerfen

Niederrheinpokal : Jüchen und Neuwerk wollen den Favoriten trotzen

Der Landesligist und der A-Ligist sind gegen die Oberliga-Klubs Jahn Hiesfeld und TuRu Düsseldorf in der ersten Runde des Niederrheinpokals am Sonntag Außenseiter.

Was für ein Hammer-Auftakt für die Sportfreunde Neuwerk: In TuRu Düsseldorf kommt am Sonntag (15 Uhr) im Rahmen des Niederrheinpokals ein Oberligist zu den Sportfreunden. Und obwohl drei Klassen Unterschied zwischen diesen beiden Teams liegen, geht A-Ligist Neuwerk, der sich als Dritter des Kreispokals qualifiziert hat für dieses Spiel, voller Optimismus in diese Begegnung.

„Klar sind wir der Außenseiter, aber so chancenlos sind wir nicht, sonst bräuchten wir erst gar nicht antreten“, sagt Neuwerks neuer Trainer Stephan Pennartz. „Zwar ist TuRu in der Vorbereitung weiter und hat sicherlich auch mehr Spieler zur Verfügung haben“, sagt Pennartz. „Aber wir werden trotzdem unser Heil in der Offensive suchen, denn genau das ist unsere Stärke. Defensiv müssen alle von Beginn an dagegen halten und versuchen, schnellstmöglich wieder in Ballbesitz zu gelangen“, fährt der Neuwerker Übungsleiter fort.

Auch der Sportliche Leiter der Sportfreunde, Peter Surujun, sieht dem Spiel gelassen entgegen. Für ihn sind Begegnungen gegen höherklassige Teams kein Neuland, denn vor etlichen Jahren hatten die Sportfreunde am Vorgänger des heutigen Niederrheinpokals teilgenommen.

Vielleicht gelingt dem A-Ligisten die Überraschung, wie sie vor zwei Jahren Viktoria Rheydt schaffte, die sich im August 2016 immerhin gegen den Landesligisten VdS Nievenheim durchsetzte, in der Runde danach aber scheiterte: Da gab es ein deutliches 0:4 gegen TuRu Düsseldorf.

Eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart in der Landesliga hat auch der VfL Jüchen-Garzweiler das erstes Pflichtspiel. Am Sonntag (15 Uhr) erwartet Jüchen auf der heimischen Bezirkssportanlage den TV Jahn Hiesfeld zum Spiel in der ersten Runde im Niederrheinpokal. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt“, sagt Trainer Michele Fasanelli. „Hiesfeld spielt seit Jahren konstant in der Oberliga. Da ist klar, dass wir nur Außenseiter sind.“

Die Gäste aus Dinslaken haben die vergangene Oberliga-Saison als Tabellen-Fünfter abgeschlossen. Mit dem MSV Duisburg gibt es eine Kooperation. Die sorgt dafür, dass Perspektivspieler der Meidericher beim TV weiterentwickelt werden, um diese an den Lizenzspielerkader des MSV heranzuführen.

Bei Nico Klaß, dem ehemaligen Mannschaftskapitän der U19 der Duisburger, scheint es zu funktionieren. Nach zwei Jahren in Hiesfeld, wo er beeindruckende Leistungen ablieferte, wechselte er jetzt nach Rot-Weiß Oberhausen in die Regionalliga. Aktuell stehen drei Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Duisburger im Hiesfelder Kader.

Für Jüchen ist das Spiel gegen den Oberligisten sicherlich ein Highlight. Auf heimischem Geläuf und bei bestem Wetter geht Fasanelli davon aus, dass es einen fußballerischen Leckerbissen gibt. „Hiesfeld agiert meist offensiv, so dass auch wir sicherlich Platz für unser Spiel haben werden.“

Fasanellis Mannschaft darf aber nicht vergessen, dass „schön spielen“ nicht ausreichen wird, um den Gästen Paroli zu bieten. Am vergangenen Mittwoch gab es im Vorbereitungsspiel beim FC Büderich nur ein mageres 0:0. „Wir haben ordentlich gespielt, nach vorn fehlte aber die Durchschlagskraft“, sagte Fasanelli. „Es mangelte am Willen, das Tor zu machen.“

Mit der Vorbereitung ist er insgesamt sehr zufrieden. Die Trainingsbeteiligung war „ausgesprochen gut“, dafür gab es bei den Vorbereitungsspielen eher durchwachsene Leistungen. Am Sonntag will der VfL seine Möglichkeiten einsetzen und den Gästen den Sieg nicht herschenken.