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Niederrheinpokal: FV Mönchengladbach setzt Ausrufezeichen gegen Budberg

Sieg im Elfmeterschießen gegen Budberg : FV Mönchengladbach setzt Ausrufezeichen im Pokal

Der FV Mönchengladbach dominierte das Duell mit dem klassenhöheren SV Budberg im Niederrheinpokal. Die Entscheidung fiel allerdings erst im Elfmeterschießen.

In der dritten Runde erwarteten die Damen des FV 2020 Mönchengladbach den klassenhöheren Regionalligisten SV Budberg – allerdings nicht wie üblich auf der mittlerweile neuen Heimat im neuen RSV-Stadion, sondern auf der Spielstätte der Borussia-Frauen am „Haus Lütz“. Grund für die Spielortverlegung soll das noch nicht funktionierende Flutlicht im Campuspark gewesen sein.

Ungeachtet dessen begann die Mannschaft von Trainer Marco Ketelaer forsch und konnte gleich in der ersten Minute den ersten Eckball für sich verbuchen, der aber nichts einbrachte. Auch die Ausrichtung der beiden Teams war nach wenigen Minuten festzustellen: Der heimische Niederrheinligist übernahm die Initiative, die Gäste aus Budberg lauerten auf Kontermöglichkeiten. Es erweckte gar den Anschein, als sei der FV der Regionalligist und Budberg die klassentiefere Mannschaft, denn die Gladbacherinnen hatten zahlreiche Möglichkeiten zur Führung. Beispielsweise in der elften Minute, als Sali Mendes ihre Kollegin Alina Honold schickte, deren Abschluss aber nur das Außennetz fand. In der 18. Minute landete ein überraschender Fernschuss aus gut 22 Metern am Pfosten des Gästegehäuses. In der 37. Minute spielte Honold auf Kristina Birmes, die das Spielgerät wieder zu Honold leitete – doch deren Schuss war kein Problem für Budbergs Torfrau Franziska Gareißen, die sich über Arbeit nicht beklagen brauchte. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause, wobei Budberg zu diesem Zeitpunkt froh sein musste, nicht ins Hintertreffen geraten zu sein.

  • Scarlett Hellfeier verschoss einen Elfmeter. ⇥Foto:
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  • Moritz Paul (links), hier in der
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  • Der Rinderner Torwart Patryk Prus hatte
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Anscheinend fruchtete jedoch die Kabinenpredigt bei den Gästen, denn nun traute sich Budberg ein wenig mehr zu und kam in der 47. Minute zu einer guten Chance: Mit einem Freistoß servierte Elona Sadiku den Ball auf Alexa Steffan, die allerdings die Kugel nicht richtig traf und die Führungschance für Budberg vergab. Aber auch der FV meldete sich deutlich zurück. Zuerst wurde ein Angriff zu überhastet abgeschlossen, der folgende Kopfball nach Eckball kam zu zentral und war daher leichte Beute für Gareißen. Die letzte große Möglichkeit vergaben die Budbergerinnen durch Alice Hellfire, deren Kopfball nach kurz ausgeführter Ecke und Flanke im Außennetz landete.

Torlos ging es dann in die Verlängerung, in der es jedoch auch keine Treffer gab. Das Elfmeterschießen musste über das Weiterkommen entscheiden. Eine der auffälligsten Spielerinnen und die erste Schützin war Gloria Zarambaud. Sie hatte die Nerven und markierte das 1:0. Denn Versuch von Scarlet Hellfires hielt hingegen FV-Schlussfrau Michelle Wassenhoven. In der Folge trafen dann Birmes zum 2:0, Alice Hellfire zum 2:1 sowie Eva Opdenbusch zum 3:1. Die Budbergerin Sadiku setzte ihren Schuss links neben das Gehäuse, so dass der anschließende Treffer von Monique Resech den Sieg für den FV bedeutete. Trainer Marco Ketelaer hatte nur Lob für seine Mannschaft übrig. Einzig, „dass wir den Sack hätten früher zumachen müssen“, monierte der Trainer.