Niederrheinpokal: FC-Nachwuchs besiegt Borussia Mönchengladbach

Jugendfußball : A-Junioren des 1. FC werfen Borussia aus dem Pokal

Der 1. FC Mönchengladbach hat das Achtelfinale im Niederrheinpokal der A-Junioren überraschend gewonnen. Im Stadtderby gegen die U19 der Borussen setzten sich die Westender auf der Ernst-Reuter-Anlage mit 3:2 durch. Dabei machte der 1. FC einen 0:2-Rückstand wett und erzielte in letzter Minute den Siegtreffer.

Die Borussen mussten gleich auf sieben Spieler verzichten. Kaan Kurt (U18 Deutschland), Noah Oke Eyawo (U18 Österreich) und Famana Quizera (U17 Portugal) waren mit den Nationalmannschaften unterwegs. Verletzt fehlte unter anderem Behadil Sabani. „Unsere personelle Situation lasse ich nicht als Ausrede für das Pokal-Aus gelten“, sagte VfL-Trainer Thomas Flath. „Das ist ein peinliches Ergebnis. Ich bin stinksauer, weil wir konsequenter und professioneller hätten spielen müssen.“ Sein Gegenüber fand: „Die zweite Halbzeit war überragend“, sagte FC-Trainer Kevin Kreuzberg. „Der Sieg ist daher sicher verdient.“

Der 1. FC tat sich zu Beginn schwer, es dauerte, bis sich die Mannschaft an das höhere Niveau des Bundesligisten gewöhnt hatte. „Da hat das Spiel gegen den Ball nicht gut funktioniert“, sagte Kreuzberg. „Wir haben dann in der Pause einige Umstellungen vorgenommen.“ Die Borussen starteten dagegen nach Wunsch. Hinten standen sie sicher, vorne gelangen die Tore. Alper Arslan (22. Minute) und Ryan Adigo (33.) sorgten für eine beruhigende Führung. „Dann haben wir den Fehler gemacht, dass wir in unserem Defensivspiel zu inkonsequent waren“, sagte Flath. „Wir haben den Ball nicht mehr klar von hinten heraus nach vorne gespielt.“ Keine zwei Minuten nach dem 2:0 kam der 1. FC zum Anschlusstreffer. Leonard Bajraktari traf aus 23 Metern.

Die taktisch neu orientierten Hausherren machten nach der Pause das Spiel. Dem Fohlennachwuchs ging die Souveränität verloren. In der 63. Minute war es erneut Bajraktari, der traf: Nach Flanke von rechts, erzielte er per Kopf das 2:2. Die Gäste hatten noch einige Torgelegenheit, trafen aber nicht mehr: Adigo verzog knapp, Mohamed El Bakali scheiterte an FC-Torwart Fabian Helfer. Mawerick Dreßen setzte zudem einen Kopfball am leerstehenden Tor vorbei. In der Nachspielzeit schoss Arton Tolaj den Ball nach einer Ecke unter die Latte ins Tor, VfL-Keeper Jan Olschowsky war chancenlos. Im Viertelfinale trifft der FC am Sonntag (11 Uhr) auf den Wuppertaler SV. Beide Teams kennen sich aus der A-Junioren-Niederrheinliga. Zuletzt hatten die Westender, die aktuell Tabellendritter sind, den Spitzenreiter 4:3 geschlagen.

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