1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

Nicolai Wassiliewittsch Ananenco von Red Stars Mönchengladbach verdient den Ehremamtspreis

Ehrenamts-Preisträger Nicolai Wassiliewittsch Ananenco : „Fußball ist sein Leben, er hört nie damit auf“

Nicolai Wassiliewittsch Ananenco war Profi und Trainer in Sibirien, heute bringt er Jugendliche zum Fußball. Es ist für ihn eine Art Mission, wie seine Weggefährten der Red Stars Mönchengladbach auch wissen.

Nicolai Wassiliewittsch Ananenco von den Fußballern der Red Stars Mönchengladbach, die vor 20 Jahren gegründet wurden (und auch eine Volleyballabteilung haben), hat sich den 2019-Ehrenamtspreis als Kreissieger des Fußballkreises Mönchengladbach/Viersen verdient wie kaum ein anderer. Der 73-Jährige ist durch und durch ein Ehrenamtler im Dienste des Fußballs.

Der studierte Lehrer, der einst Profifußballer der 1. Liga und Trainer in Sibirien war, hatte als Fußball-Stationen Kamp-Lintfort und danach den GSV Moers, wo er als Trainer für die Jugend arbeitete. Über eine dortige Veranstaltung lernten sich Nicolai Ananenco und Radij Scharf, 1. Vorsitzender der Gladbacher Red Stars, kennen. Er schlug ihm vor, nach Mönchengladbach zu ziehen. „Ich half ihm sogar beim Umzug. Bei uns beiden stimmte gleich die Chemie“, sagt Radij Scharf. Wenn Fußballzeit ist, ist Nicolai Ananenco, Vater, verheiratet und drei Töchter, jedes Wochenende für den Fußball unterwegs. Bei den Red Stars setzt er sich uneigennützig fast täglich durch seine große Leidenschaft zum Fußball für die Jugendarbeit und für den Verein ein.

„Mir liegt das Training und die Betreuung der Jugendlichen sehr am Herzen“, sagt Nicolai Ananenco, der mit 61 Jahren noch bei den Gladbacher Stadtmeisterschaften der Altherren-Fußballer mitgespielt hat. Und wenn der gebürtige Russe durchrechnet, haben seit 2005 mehr als 200 Jungen bei ihm trainiert.

Bei den Red Stars trainierte er Mannschaften von den F- bis zu den A-Junioren und gewann mit ihnen fünf Meisterschaften. Im Verein hat er die Position des Jugend-Talentscouts und zeigt keine Scheu, junge Menschen anzusprechen, damit sie in seinem Verein ans Fußballspielen kommen.

Das kann auf der Straße, auf irgendeinem Bolzplatz oder im Einkaufszentrum passieren – oder auf der Karlsstraße, wo zwei Hochhäuser stehen und viele Kinder leben und nur angesprochen werden müssen. „Fußball ist sein Leben, er hört nie damit auf“, sagt Radij Scharf über Nicolai Ananenco.