Nico Königs ist wichtig für den Gladbacher Fußball-Bezirksligist SV Lürrip

Routinier Nico Königs: : Lürrips Königs-Sechser

Nico Königs wohnt nahe der Lürriper Platzanlage und ist ein wichtiger Faktor im Spiel des SV.

Er ist der ruhende Pol in der jungen Mannschaft des Bezirksligisten SV Lürrip und zählt mit zu den besten auf der Sechser-Position im Kreis: Nico Königs ist ein waschechter Lürriper, der nicht unweit von der Platzanlage wohnt. Hier hat er das Fußballspielen gelernt, beim 1.FC Mönchengladbach von der C-Jugend an dann das größere Einmaleins.

198 Einsätze hat Königs laut Fupa-Datenbank absolviert. Dabei fehlen aber noch seine ersten drei Jahre im Seniorenbereich. Somit kommt er auf über 200 Spiele zwischen A-Liga und Oberliga. Nur fünf Gelbe Karten und ein (für ihn heute noch „unberechtigter“) Platzverweis stehen bei ihm zu Buche. Es gab keine Spielzeit, in der er mehr als eine Verwarnung kassierte.

Schon von klein auf an war Königs fußballverrückt und nutzte jede freie Minute zum Kicken nutzte. „Ich habe damals meine Mutter angeschwindelt, als ich immer sagte, ich hätte die Hausaufgaben schon fertig, bevor ich zum Bolzplatz ging“, gesteht er heute.

Vielleicht mit ein Grund, dass seine Spielweise überhaupt nicht spektakulär erscheint. Er ist ein Straßenfußballer, der schon früh ahnt, wo der Ball hingeht und dementsprechend den berühmten Schritt schneller als sein Gegenspieler ist. Instinkt spielt mit  bei Spielertypen wie ihm, von denen es heute nur noch wenige gibt. Dabei ist er erst (oder schon) 28 Jahre alt.

Obwohl Führungsspieler in Lürrips Team, so hat er doch seine kleinen Probleme mit der etwas jüngeren Generation. „Mir gefällt teilweise ihre Einstellung nicht. Es kann nicht angehen, dass bereits nach einer Minute Aufwärmübungen die ersten zu quatschen anfangen. Sie sollen sich lieber auf das anstehende Spiel oder Training konzentrieren“, sagte er als Vertreter der alten Schule.

Eine kleine Macke hat er. Egal, wie kalt es ist, er ist immer nur mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet beim Training. „Alles weitere stört mich in der Bewegung“, antwortet er lapidar. „Ich hatte nie Muskelprobleme, nur mein Meniskus im linken Knie ist meine Schwachstelle. Dreimal bin ich daran operiert worden und als Folge habe ich nun einen Knorpelschaden, der mich manches Mal hindert“, erklärt Königs, der diese Saison nur das Spiel in Schwafheim aus privaten Gründen verpasste. Für Trainer Dominik Pasculli ist Königs nicht mehr wegzudenken. „Nico fällt nur durch seine Körpersprache auf, ist ehrgeizig und geschickt in der Balleroberung“, sagt der Coach. Unvergessen aber bleibt der Führungstreffer 2012 im Niederrheinpokal gegen Rot-Weiß Essen (Endstand 1:3).

Abgesehen von einem halbjährigen Gastspiel beim 1.FC Viersen war er nur zwei Vereinen treu. Königs braucht ein familiäres Umfeld, dass ihm Lürrip bietet. Also eine Win-Win-Situation für beide Seiten, die nach seiner aktiven Spieler-Laufbahn dann als Trainer ganz sicher seine Fortsetzung findet. Ob Königs im Derby in Giesenkirchen auflaufen wird, steht wegen seines Knieproblems noch in Frage. Der Rheydter SV erwartet derweil Tabellenführer Repelen und Kleinenbroich will gegen Brüggen punkten. Mennrath tritt in Budberg an.

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