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Boxen: Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Boxen : Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Es ist Bewegung drin bei den Mönchengladbacher Faustkämpfern. Es gibt viele neue Kämpfer. Oliver Ginkel und Yunus Seyirt holten bei der DM Bronze.

In die Nachwuchsarbeit bei den Faustkämpfern Mönchengladbach ist Bewegung gekommen, nicht nur durch den Erfolg der Vorzeige-Boxerin Ina Menzer. "Wir sind schon jetzt an vier Abenden in der Woche in der Halle am Ringerberg, bald soll ein fünfter hinzukommen", berichtet der Vorsitzende Karl-Heinz Hahn von Gesprächen mit der Stadt.

Und die Arbeit der Trainer und Offiziellen trägt Früchte. Waren vor ein paar Jahren nur drei, vier aktive Boxer zwischen zwölf und 16 Jahren im Ring zu sehen, so sind es inzwischen 15. Auch bei den Erwachsenen gibt es wieder aktive Kämpfer. Mittelgewichtler David Kremers boxte früher schon einmal hier, studierte dann in Potsdam und kämpfte dort in der Zweiten Bundesliga. Jetzt ist er zurück und stellt gemeinsam mit Schwergewichtler Marco Knopp die "Senioren-Fraktion".

Traum von der Olympia-Teilnahme

Bei der deutschen Meisterschaft der Junioren belegten Oliver Ginkel und Yunus Seyirt als Westdeutsche Meister jeweils den dritten Platz. Der 14-jährige Ginkel unterlag in der Klasse bis 54 Kilogramm im Halbfinale dem späteren deutschen Meister 5:9. "Aber ich glaube, dass ich ihn beim nächsten Mal auch besiegen kann", sagt Ginkel selbstbewusst. Der 16-jährige Seyirt ist bei den nationalen Titelkämpfen schon Stammgast, war bereits Vizemeister und als Mitglied des deutschen Junioren-Kaders schon bei internationalen Turnieren im Einsatz, hat bereits 45 Kämpfe absolviert. Profi zu werden ist allerdings nicht sein primäres Ziel. "Das ist ein ziemlich unsicheres Geschäft. Aber als Amateur an den Olympischen Spielen teilzunehmen, das wäre schon ein Traum", sagt er. Ein Traum, der mit einem deutschen Meistertitel in der nahen Zukunft greifbar werden könnte.

Am Samstag bekamen die Faustkämpfer bei einem Einladungsturnier in eigener Halle noch einmal die Chance, sich vor der Sommerpause im Ring zu beweisen. Und das verlief auch durchaus erfolgreich. Niklas Schließas gewann in der Klasse bis 55 Kilogramm nach Punkten gegen den Kölner Numan Ceviz, den er gut im Griff hatte, auch wenn er sich den Gegner durch ein konsequenteres Arbeiten mit der linken Führhand noch wirksamer hätte vom Leib halten können. Ebenfalls nach Punkten gewann Hassan Loven bis 56 Kilo gegen den Troisdorfer Val Berisha. Nach einer starken Auftaktrunde gab er das Duell jedoch ein wenig aus der Hand und sicherte sich den Sieg wohl erst in einer starken Schlussminute.

Weniger gut lief es für die beiden erwachsenen Kämpfer. Marco Knopp begann stürmisch, wurde dann aber übermütig und bot somit seinem Gegner Arian Maleko aus Köln die Gelegenheit, ihn zum Ende der ersten Runde auszuknocken. Zum Abschluss bot David Kremers gegen Mohammed Sahin aus Garath den besten Kampf des Tages, doch der leichte Konditionsrückstand führte in der letzten Runde zu einer knappen Punktniederlage. Im Leistungsbereich hat sich der Nachwuchs-Schub inzwischen längst ausgezahlt.

(kpn)