Fußball : Schelsen hofft auf die nächste Pokal-Überraschung

Im Kreispokal wird am Mittwoch das Halbfinale ausgetragen. Unter den acht verbliebenen Mannschaften ist der SV Schelsen der größte Außenseiter. Doch der B-Ligist geht die Partie gegen Mennrath selbstbewusst an.

Giesenkirchen und Süchteln als Landesligisten, der Rheydter SV, Mennrath, Kleinenbroich und der 1. FC Viersen aus der Bezirksliga plus der A-Ligist Hardt stehen im Viertelfinale des Kreispokals, das am Mittwoch ausgetragen wird. Bis auf den „Spö“ standen die anderen Teams in den vergangenen Jahren zumindest im Finale. Ebenfalls bis in diese Runde hat es ein Team aus der Kreisliga B geschafft, der SV Schelsen, der es mit Mennrath zu tun bekommt und von den acht verbliebenen Mannschaften der größte Underdog im Teilnehmerfeld ist.

Schelsen, derzeit ungeschlagen auf Platz vier der Kreisliga-B-Gruppe 1, hatte in der ersten Runde ein Freilos, in der zweiten K.o.-Runde war der klassenhöhere Polizei SV gar mit 8:0 vom Platz gefegt worden. Auch der SC Rheindahlen konnte sich auf dem neuen Schelsener Kunstrasen nicht durchsetzen und schied mit einer 1:2-Niederlage aus. Nun also tritt mit Mennrath das vermutlich spielstärkste Team der Bezirksliga in Schelsen an.

Hat der B-Ligist eigentlich eine Chance gegen die Offensiv-Power Mennraths? „Wenn wir keine Chance hätten, würden wir erst gar nicht antreten“, sagt Schelsens sportlicher Leiter Dennis Wirtz. „Aber im Ernst, das ist das beste Los, das wir bekommen konnten, denn Mennrath bringt immer viele Zuschauer mit. Viele hätten sich unseren Nachbarn Giesenkirchen gewünscht, aber alles zu seiner Zeit, vielleicht treffen wir auf die DJK bei den Endspielen“, fuhr Wirtz fort. „Wenn wir lange genug die Mennrather von unserem Tor fernhalten und vorne vielleicht die ein oder andere Chance ausnutzen, warum soll uns da nicht eine Überraschung gelingen? Unser Trainer Frank Wachmeister wird sicherlich die richtige Formation und Einstellung finden“, erklärte der sportliche Leiter.

Mit einem Durchschnittsalter von fast 30 Jahren hat der SVS eines der älteren Teams – dies könnte zum Nachteil werden, sollte die Partie gegen Mennrath in die Verlängerung gehen. Wirtz argumentiert gegen diese These, sagt: „Gerade das Erreichen einer Verlängerung würde bei den meisten Spielern nochmals zusätzliche Kräfte freisetzen, auch bei den Älteren. So eine Chance auf das Erreichen des Halbfinals würde es für lange Zeit sicherlich nicht mehr geben. Also nutzen wir die Gelegenheit“. Und sollte Schelsen tatsächlich den Sprung unter die letzten Vier schaffen, wären sie erneut Gastgeber, dann gegen den Sieger aus der Paarung Rheydter SV gegen den ASV Süchteln, deren Partie zeitgleich um 19.30 Uhr beginnt.

Ebenfalls parallel zu diesen beiden Spielen empfängt der SC Hardt in der zweiten Runde des Niederrheinpokals den Oberligisten FC Bocholt.

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