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Mönchengladbach: Wie der 1. FC Mönchengladbach junge Spieler entwickelt

Starker Niederrheinligist trotz schwerer Rahmenbedingungen : So entwickelt der 1. FC Mönchengladbach seine jungen Spieler

Die U19 des FC ist in der U19-Niederrheinliga oben dabei. Es wird planvoll gearbeitet.

 Die U19 des 1.FC Mönchengladbach hat in der A-Junioren-Niederrheinliga vor Karneval gegen Spitzenreiter Wuppertaler SV 4:3 gewonnen. Mit dem Sieg haben die Westender den Rückstand zum WSV auf zwei Punkte reduziert. Gedanken an einen Aufstieg in die Bundesliga werden aber bei den Gladbachern nicht verschwendet. Für die Nachwuchsabteilung des 1. FC ist es nicht das unbedingte Ziel, mit den A- und B-Junioren wieder in der Bundesliga zu spielen. „Wir wollen unsere Jungs zu guten Spielern entwickeln“, sagt U19-Coach Kevin Kreuzberg.

Dabei stehen ihm und den anderen Trainern nur bescheidene Mittel zur Verfügung. Die Ernst-Reuter-Anlage mit ihren zwei Spielfeldern reicht hinten und vorne nicht aus. Häufig muss Kreuzberg mit seiner Mannschaft auf einer Platzhälfte trainieren. „Im Taktiktraining müssen wir aufgrund der sehr eingeschränkten Platzverhältnisse kreativ sein und arbeiten oft in Spielfeldausschnitten“, sagt Kreuzberg. „Unabdingbar für all das sind meine guten und fleißigen Trainerkollegen.“

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Während Kreuzberg pro Woche drei Trainingseinheiten (je 90 Minuten) auf einem halben Spielfeld absolviert, kann beispielsweise Wuppertal öfter und auf dem gesamten Spielfeld trainieren. Die Not macht kreativ: „Montags machen wir im Kabinentrakt eine Stabilisierungseinheit und mittwochs Athletik-Training. Daran schließt sich dann das 90-minütige Training an“, sagt Kreuzberg.

Da grundsätzlich Wert darauf gelegt wird, dass die Spieler sich fußballerisch entwickeln, wird von der ersten Minute an in jedem Training immer mit dem Ball gearbeitet. Ausdauereinheiten ohne Ball gibt es nie. Zur Professionalität gehört auch, dass der Trainingsplan vor jedem Training in der Kabine hängt und es den Spielern ermöglicht, per Grafik jede Übung vorab zu studieren. Unnötige Zeit zum Erklären von Übungen wird im Training nicht verplempert. Das steigert die Intensität.

Die Spiele werden auf Video aufgezeichnet. Kreuzberg stellt die wichtigsten Szenen zusammen und bespricht diese im Anschluss an das Freitagstraining. Trainer-Team und Spielern wird viel abverlangt. „Die Mannschaft zeichnet sich vor allem durch eine gute Mentalität und Lernbereitschaft aus“, sagt Kreuzberg. Weil das Team im vergangenen Sommer komplett neu zusammengestellt werden musste, dauerte es, bis sich das Team gefunden hat. Seit dem dritten Spieltag sind die Westender ungeschlagen, die letzten neun Spiele wurden allesamt gewonnen. „Das ist wirklich eine beachtliche Leistung, da 17 Spieler im Kader Jungjahrgänge sind und oft auch sieben bis neun von ihnen in der Startelf stehen“, sagt Kreuzberg. Am Samstag (19.30 Uhr) soll beim FSV Duisburg (4.) der zehnte Sieg eingefahren werden.