1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

Mönchengladbach, Viersen, Erkelenz: Kein Handball in der Region bis Mitte November

Handball : Kein Handball in der Region bis Mitte November

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen unterbrechen die Handballverbände Mittelrhein (HVM) und Niederrhein (HVN) die laufende Spielzeit. Der TV Korschenbroich hält Spiele hingegen für möglich.

In den meisten Handball-Ligen war dieses Wochenende wegen der Herbstferien ein spielfreies Wochenende vorgesehen. Eine Ausnahme bildete die Regionalliga Nordrhein, in der der TV Korschenbroich am Samstag beim TSV Bonn rrh. spielen sollte. Diese Partie wird nun ebenfalls nicht stattfinden.

Der Grund: Aufgrund der Entwicklung in der Corona-Pandemie haben die Handball-Verbände Mittelrhein und Niederrhein eine Aussetzung des Spielbetriebes aller Ligen bis mindestens zum 14./15. November beschlossen. „Durch den rasanten Anstieg der Neuinfektionen mussten wir handeln. Mittlerweile sind wir im Verband sehr froh darüber, die Saison so früh begonnen zu haben. Wenn es jetzt dabei bleibt, dass nur drei Spieltage ausfallen, dann ist das sicherlich noch zu meistern“, sagte Michael Girbes, Leiter der Technischen Kommission im Verband. Ende August und Anfang September hatte man als erster Landesverband den Spielbetrieb wieder aufgenommen. „Außerdem ist am 21./22. November ein spielfreies Wochenende eingeplant gewesen, wegen des Totensonntages“, sagte Girbes.

In der Mitteilung von Handballverband Nordrhein, der zuständig für die Abwicklung des Spielbetriebs in der Regionalliga ist, heißt es, man behält sich vor, die Unterbrechung je nach Entwicklung der Coronalage zu verkürzen oder zu verlängern.

Was bedeutet das nun für die Vereine in der Region? Ist zumindest eine Fortsetzung des Trainingbetriebs möglich? Wird diese Saison erneut vorzeitig abgebrochen? Das sind die Fragen, die sich Funktionäre, Trainer und Spieler unweigerlich nun fragen.

In einem Statement teilte der TV Korschenbroich am Freitag mit, dass seiner Ansicht nach ein Spielbetrieb mit „erprobten und erfolgreichen Hygienekonzepte“ trotzdem möglich gewesen wäre. „Unser Hygienekonzept hat sehr gut gegriffen und ich denke, dass wir auch bei den aktuellen Infektionszahlen ein für alle Zuschauer sicheres Heimspielevent sicherstellen können. Wir müssen die Entscheidung aber jetzt erst einmal so hinnehmen“ sagt Peter Nilgen, Geschäftsführer des TVK. Für den Verein fallen somit die Heimspiele gegen die SG Ratingen (7. November) und das Rhein-Kreis Derby gegen den Neusser HV (13. November) aus. Neue Termine gibt es noch nicht. Der Sportliche Leiter Klaus Weyerbrock fügte im Statement an: „Die Unterbrechung der Saison kam für uns sehr kurzfristig. Sie ist nach dem verspäteten Saisonbeginn und der verlängerten Herbstpause ein weiteres Hindernis, insbesondere natürlich für den Rhythmus der Mannschaft.“

 Noch im Laufe der Woche hatte sich der TV Korschenbroich auf sein Auswärtsspiel vorbereitet, ehe am späten Donnerstag-Nachmittag die Absage erfolgte. „Es war eigentlich damit zu rechnen, dass es keine normale Saison werden wird“, sagt Trainer Dirk Wolf. „Allerdings weiß ich noch nicht, was am 15. November besser sein soll. Wie lange können die Vereine ohne Zuschauer auskommen? Ziehen Sponsoren eventuell ihre Zusagen zurück? Das sind Gedanken, von denen alle Vereine gleichermaßen betroffen sind.“

Zumindest kann in Korschenbroich noch trainiert werden. Anders ist es im Duisburger Raum, wo sämtliche Kontaktsportarten untersagt sind. Doch nicht nur in Duisburg ist kein Training mehr möglich, auch in anderen Städten, wie zum Beispiel in Neukirchen-Vluyn. Dort kann erst wieder gespielt werden, wenn der Inzidenzwert wieder auf unter 35 sinkt.

Anders in die Situation beim Oberligisten Borussia Mönchengladbach. „Wir haben noch die Erlaubnis zu trainieren“, sagt Trainer Ronny Rogawska. Er fügt an: „Natürlich versuchen wir, so vernünftig wie möglich damit umzugehen und uns an die vorgegebenen Regeln zu halten. Man weiß ja nicht, wann und wie es weitergeht, aber nach Möglichkeit wollen wir fit bleiben und vorbereitet sein, wenn es wieder weitergehen sollte. Jetzt bereits schon über einen Abbruch der Saison zu sprechen, ist meines Erachtens verfrüht.“