Mönchengladbach: TuS Wickrath will zurück in die NRW-Liga

Tischtennis : Der TuS Wickrath hat große Pläne

Der Absteiger TuS Wickrath will möglichst gleich in die NRW-Liga zurückkehren. Helfen will dabei Neuzugang Andreas Bolda, der aus Kleve nach Mönchengladbach wechselte.

Der TuS Wickrath möchte nach dem zweijährigen Aufenthalt in der NRW-Liga dorthin wieder zurückkehren. Dazu muss sich der Absteiger den Meistertitel in der Verbandsliga sichern. Das ist kein leichtes Unterfangen, da es mit dem TTC DJK Hennef einen bärenstarken Konkurrenten gibt.

In Matthias Hüttemann bietet Hennef einen ehemaligen Bundesliga-Spieler (TTC Jülich) an der Spitzenposition auf. Das wird für TuS-Spitzenspieler Zhiqiang Cheng keine leichte Aufgabe. Bereits am vierten Spieltag stehen sich beide Teams gegenüber. Hennef empfängt am Samstag (18 Uhr) den TuS Wickrath. Dann soll auch Wickraths Sichun Lu sein Saison-Debüt feiern.

Wickrath setzt personell auf Kontinuität. Das Team um Kapitän Michael Rix, dass vor drei Jahren den Aufstieg in die NRW-Liga schaffte, macht jetzt einen neuen Anlauf. In Andreas Bolda ist nur ein Spieler dazu gekommen. Der 41-jährige gebürtige Pole kam vom Mitabsteiger DJK Rhenania Kleve. „Wir hatten überlegt, Andreas bereits zur Rückrunde der vergangenen Saison zu verpflichten“, sagt der Abteilungsvorsitzende Hubert Radermacher. „Damit hätten wir sicherlich den Abstieg vermieden. Aber er wollte Kleve nicht zu dem Zeitpunkt einfach sitzen lassen.“

Das zeigt seinen Charakter und damit passt er gut in das Wickrather Ensemble. Vier Jahre spielte Bolda, der im zarten Alter von sieben Jahren in Polen mit dem Tischtennis anfing, für Kleve. Zuvor war er meist im Aachener Raum aktiv, wo er heute auch noch mit seiner Frau und einem Sohn lebt.

Der Kontakt zum TuS Wickrath kam über Ben Lee zustande. Beide spielten vor einigen Jahren gemeinsam für Fortuna Aachen. Im Alter von elf Jahren übersiedelte Bolda mit seinen Eltern nach Deutschland und schloss sich Borussia Aachen-Brandt an. Hier entwickelte er sich zu einem guten Oberliga-Spieler, der schon als Jugendlicher zweimal für den damaligen Bundesligisten in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz kam.

Über die Station TTG RS Hoengen war er auch schon im Gladbacher Raum tätig. Bolda spielte beim damaligen Landesligisten JTTC Hochneukirch, anschließend ging es über den TTC Jülich und Fortuna Aachen nach Kleve. „Ich möchte helfen, die Rückkehr in die NRW-Liga zu schaffen“, sagt Bolda. „Wickrath soll zu meiner neuen Tischtennis-Heimat werden.“ Persönlich verfolgt er das Ziel, sich erneut für die Deutschen Senioren-Einzel-Meisterschaften zu qualifizieren. Die erste Hürde hat er bei den Kreismeisterschaften mit dem Sieg in der Senioren-40-Klasse souverän übersprungen.