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Mönchengladbach: Thomas Laßeur sagt, warum der TV Geistenbeck wieder stark ist

Interview mit Geistenbeck-Coach Laßeur : „Die Selbstverständlichkeit ist wieder da“

Geistenbecks Trainer spricht über die Situation beim Handball-Verbandsligisten.

Vor der Saison gab der Verbandsligist TV Geistenbeck als Saisonziel aus, um den Aufstieg in die Oberliga ein Wörtchen mitreden zu wollen. Das war fast logisch, wurde die letzte Spielzeit doch mit dem zweiten Tabellenplatz beendet. Über die Umsetzung des Ziels, die entstandenen Unwägbarkeiten, die momentane Situation und einen Ausblick auf die kommende Saison sprach der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur im Interview.

Herr Laßeur, nach gelungenem Saisonstart, fielen Sie mit ihrem Team ab Mitte Oktober in ein kleines Loch. Wie konnte es dazu kommen?

Laßeur Natürlich machen wir keinen Hehl dauraus, dass wir uns nach der letzten Saison viel vorgenommen haben. Aber dann gab es mehrere Umstände, weshalb wir nach der Hinrunde nur auf dem neunten Tabellenplatz lagen. Zum einen hatten wir mit einigen Verletzungen zu kämpfen, so dass der eine oder andere Spieler überhaupt nicht zur Verfügung stand, oder nur bedingt einsatzfähig war, weil er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. So sind wir dann in eine schwache Phase reingeschliddert. Zusätzlich haben sich die Jungs zu viel Druck gemacht und schafften es nicht mehr, ihr Potenzial abzurufen. Außerdem mussten wir ja auch noch drei neue Spieler in die Mannschaft integrieren.

Seit dem 15. Dezember ist die Mannschaft allerdings wieder ohne Punktverlust. An welchen Stellschrauben haben Sie gedreht, damit der Erfolg wieder zurückkehrt?

Laßeur In erster Linie haben wir die Ruhe behalten und in den Trainingseinheiten weiterhin versucht, unser Spiel zu optimieren. Wir haben in uns gehorcht und nie den Glauben an die Stärke verloren. Mit dem Erfolg ist dann auch die Selbstverständlichkeit wieder da, und das macht viele Dinge deutlich leichter.

Was macht Ihre Mannschaft denn jetzt wieder aus?

Laßeur Die Stärken des Teams haben sich gegenüber dem Saisonstart nicht verändert. Die Jungs gehen mit großem Engagement in jede Trainingsheit, außerdem haben wir einen super Team-Spirit und auch die individuelle Klasse, um in der Tabelle ganz oben mitzumischen.

Mittlerweile sind Sie mit Ihrer Mannschaft wieder bis auf den dritten Tabellenplatz geklettert. Wie sind Ihre Erwartungen für den Rest der Saison?

Laßeur Bei uns ist die Stimmung sehr locker und wir wollen weiterhin Spaß beim Training haben. Es mag jetzt wie eine Phrase klingen, aber wir werden uns bis zum Saisonende von Woche zu Woche auf den Gegner fokussieren. Jetzt steht erst einmal Oberhausen auf dem Programm. Wir freuen uns auf jedes Spiel und wollen die Saison natürlich so gut wie möglich beenden.

Ist eventuell sogar noch bis ganz oben etwas möglich?

Laßeur Meines Erachtens ist die Meisterschaft entschieden. Jahn Hiesfeld spielt eine sehr konstante Saison und sollte nicht noch etwas Unvorhergesehenes passieren, werden sie sich den Aufstieg in die Oberliga nicht mehr nehmen lassen.

Kürzlich haben Sie mit Timo Hüpperling einen echten Hochkaräter für die nächste Saison verpflichtet und auch die Spieler des jetzigen Kaders haben zugesagt. Ist Ihre Kaderplanung damit abgeschlossen?

Laßeur Die Rückkehr von Timo war schon vor Jahren so angedacht. Aus studientechnischen Gründen hatte er Geistenbeck verlassen und jetzt besteht wieder die Möglichkeit, bei uns zu spielen. Ansonsten setzen wir auf Kontinuität. Wir haben ein sehr homogenes Team und sind nicht mehr auf der Suche nach neuen Spielern. Sollte sich abe eine tolle Möglichkeit bieten, werden wir darüber nachdenken. Was genau auf uns zukommt, werden wir erst nach der Vorbereitung sehen. Es kann immer etwas dazwischen kommen, wie etwa Verletzungen oder berufliche Veränderungen. Aber darüber müssen wir uns noch keine Gedanken machen. Erst mal freuen wir uns auf die nächsten Spiele.