Mönchengladbach: Mennraths Acht-Tore-Mann ist ein echter Teamplayer

Fußball-Kreisliga B : Sebastian Schröder ist ein Teamplayer mit Tor-Instinkt

Der 26-Jährige erzielte für Mennrath II am vergangenen Wochenende nicht nur acht Tore, sondern ist in der gesamten Saison ein Garant für den bevorstehenden Aufstieg in die Kreisliga A.

Zur rechten Zeit am rechten Ort, dazu das Glück des Tüchtigen und fertig ist der Tor-Garant  – das trifft derzeit auf Sebastian Schröder in Mennraths erstem Reserveteam zu. Am vergangenen Wochenende erzielte er beim 14:1-Erfolg über Hockstein II acht Tore  und ist nun mit derzeit 24 Treffern viertbester Torschütze in der Kreisliga B, Gruppe 1. Vor ihm liegen nur noch Alexander Kraft (Giesenkirchen II, 27 Tore), der Hehner Fabian Hentrop und Schröders Teamkollege Tim Hopf (je 26 Tore).

Fast schon selbstverständlich ist der Weg des Mennrathers. In der Jugend spielte Schröder bis zu den C-Junioren für die Viktoria, dann ging es zum SC Wegberg. Als Senior kam er zurück an seine alte Wirkungsstätte, um in der ersten Mannschaft, die zu dem Zeitpunkt noch in der Kreisliga B spielte, für Tore zu sorgen. Spätestens in der Saison 2016/17 hatte er in Mennrath II sein Team gefunden, für das er 24 Spiele bestritt und acht Tore erzielte. Dann nahm er sich eine Auszeit, bis David Dickmeiß kam und ihn überzeugen konnte, wieder zu spielen.

Seitdem ist Schröder ein mannschaftsdienlicher Spieler, der nicht nur jede Chance zum Abschluss sucht, sondern auch Torerfolge seiner Teamkollegen einleitet. Den Aufschwung, auch in seiner Trefferquote, schiebt er der Qualität seiner Mitspieler zu. „Auch ich bin mittlerweile erfahrener und vor dem Kasten auch abgeklärter geworden“, erklärt der Teamplayer mit Tor-Instinkt.

Und nicht nur Dickmeiß schwört auf Schröder, der den „Schwiegermuttertyp verkörpert“ (Zitat Dickmeiß), auch in der ersten oder dritten Mannschaft ist er gerne gesehen. In den bisherigen 109 Spielen sah er nur sechs Gelbe Karten und eine Ampelkarte. „Das war 2018 in der Partie in Holt. Ich bin in der 70. Minute eingewechselt worden. In der 83. sah ich wegen Ballwegschlagens die erste Gelbe Karte, zwei Minuten später wegen Festhalten am gegnerischen Strafraum – saublöd von mir – erneut Gelb. Macht summa summarum Platzverweis“, erinnert sich Schröder.

Er ist 26 Jahre alt und im Außendienst tätig. Über eine spätere Karriere als Jugendtrainer hat er bereits nachgedacht. „Aber es muss alles passen“, sagt er. Bis auf die üblichen kleinen Wehwechen blieb er von schweren Verletzungen bisher verschont, auch wenn er als Stürmer oft ein Zielobjekt ist.

Als nächstes Ziel möchte er mit Mennrath den ersten Platz noch von Hehn übernehmen und mit seinem Team als Meister gekürt werden. Dem Ligawechsel soll eine solide A-Liga-Saison mit dem neuen Co-Trainer Soner Karaman, auf den er sich riesig freut, erfolgen. „Von ihm kann ich auch noch viel lernen. Soner hat ein unheimlich fußballerisches Wissen“, sagt Schröder.

Spätestens Anfang Juni wird Schöder auch genau wissen, ob er als Meister oder „nur“ als Zweiter aufsteigt.

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